Samstag, 10. Oktober 2009

Moni im Interview über Rückhalt an der Universität und Fehler

Auweter-Kurtz: "Als Frau Gundelach ihr Angebot an einen kurzfristigen Rücktritt knüpfte, habe ich das nicht verstanden. Denn ich fühlte mich einer sachlichen Auseinandersetzungen gewachsen. Nach wie vor bin ich überzeugt, dass die Mehrheit der Uni hinter mir stand, auch der AStA. Viele haben mich gedrängt, ich solle bleiben. Als klar wurde, dass wir nicht zu einer sachlichen Diskussion zurückkehren, sich außerdem die Politiker Stapelfeldt und Beuß einmischten, war das Maß voll."

[...]

Abendblatt:

Haben Sie Fehler gemacht?

Auweter-Kurtz:

In meiner Zielsetzung, nein. In Personalentscheidungen, ja.




Monika Auweter-Kurtz im Interview mit dem Hamburg Abendblatt:

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1223439/Ich-fuehlte-mich-fallen-gelassen.html

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Dokumentiert: Dekanin und Geschäftsführer für Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gewählt

Die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften hat am Mittwoch, dem 7. Oktober 2009, Prof. Dr. Gabriele Löschper zur neuen Dekanin und den Diplomökonomen Thomas Klaus Oye zum neuen Geschäftsführer gewählt.

Gabriele Löschper ist seit vielen Jahren an der Universität Hamburg tätig, zunächst am Institut für Kriminologische Sozialforschung an der heutigen Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, anschließend als hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Universität. Von 2004 bis 2007 gehörte sie dem Hochschulrat an. Seit 1. Juli 2007 ist Gabriele Löschper Vizepräsidentin für Struktur- und Personalentwicklung und ist in dieser Funktion an der Erarbeitung des Struktur- und Entwicklungsplans 2012 der Universität maßgeblich beteiligt. Darüber hinaus hat sie ein Personalentwicklungsprogramm für Juniorprofessoren/innen und Nachwuchsgruppenleitungen mitgestaltet und betreut dieses Programm seit 2006 federführend. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres ist sie zusätzlich amtierende stellvertretende Präsidentin. Sie wird ihre neue Position als Dekanin im Anschluss an ihre Amtszeit als amtierende stellvertretende Präsidentin zum 1. Januar 2010 antreten.

Der Diplomökonom Thomas Klaus Oye hat in den letzten Jahren im Rahmen entwicklungspolitischer Vorhaben verschiedene leitende Tätigkeiten wahrgenommen. So war er Verwaltungsleiter in Aceh (Indonesien) im Rahmen der Aceh Monitoring Mission (AMM) der Europäischen Union, anschließend Interims-Verwaltungsleiter bei der europäischen Polizeimission Afghanistan, gegenwärtig ist er als freiberuflicher Berater in Guinea-Bissau im Auftrag der Europäischen Union und des Auswärtigen Amts tätig. Zuvor war er Leiter des Dezernates Controlling, Hochschulentwicklung und EDV an der Universität Koblenz-Landau sowie Vizepräsident für Personal und Finanzen an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Er wird sein Amt als Geschäftsführer der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ebenfalls zum 1. Januar 2010 antreten.

Ab 2010 besteht das Dekanat der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften damit aus Prof. Dr. Gabriele Löschper als Dekanin, dem Prodekan Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp (zurzeit kommissarischer Dekan), den Prodekaninnen Prof. Dr. Elisabeth Allgoewer und Prof. Dr. Jetta Frost sowie dem Geschäftsführer Thomas Klaus Oye.

Prof. Dr. Gabriele Löschper:

„Für das mir mit der Wahl zur Dekanin entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr herzlich bei allen Fakultätsmitgliedern. Mich begeistert die Perspektive, gemeinsam mit dem Prodekan, den Prodekaninnen und dem neuen Geschäftsführer die Weiterentwicklung dieser breit aufgestellten und leistungsstarken Fakultät mitgestalten zu können. Auf die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Fakultät im neuen Jahr freue ich mich schon sehr.“

Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp, kommissarischer Dekan der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften:

„Wir freuen uns sehr, mit Frau Löschper eine hocherfahrene Wissenschaftsmanagerin als Dekanin für unsere Fakultät gewonnen zu haben. Unter ihrer Leitung wird es uns gelingen, die Fakultät kontinuierlich in Forschung und Lehre auf dem eingeschlagenen Weg in Spitzenpositionen zu bringen.“

Der Dekan bzw. die Dekanin einer Fakultät leitet gemäß Hamburgischem Hochschulgesetz gemeinsam mit den Prodekanen bzw. Prodekaninnen und dem Geschäftsführer bzw. der Geschäftsführerin die Fakultät. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.


Quelle: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/pr/2/21/pm/2009/pm102.html (via twitter AStA Uhh)

Abteilung "Das schreiben die anderen": Ratzplast zum kommenden WiSo-Dekanat


(Twitterei vom Feinsten. Man beachte auch den Hinweis auf das AStA-Fussballturnier)


"Brandheiß" oder doch eher abgebrüht? Prof. Löschper wird im kommenden Jahr WiSo-Dekanin. Nach zwei Jahren kommissarischen Dekanentums hat sich etwas getan: Die kommissarische Uni-Präsidentin wird den kommissarischen Dekan Prof. Bassen Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp in seinem Amt ablösen. Warum die Fakultät ihre eigene Lage immer noch derartig schwarz verortet ist allerdings völlig unklar.

Man lese hierzu den Artikel auf dem Ratzplast: http://ratzplast.wordpress.com/2009/10/07/brandhei-loschper-wird-dekanin/

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Dokumentiert: SPD Eimsbüttel geht in die Wahlnachlese

In einer fast vierstündigen Sitzung des Kreisvorstandes, an der gut 60 Parteimitglieder teilnahmen, hat die SPD Eimsbüttel am gestrigen Mittwochabend mit der Aufarbeitung des schlechten Bundestagswahlergebnisses begonnen. Eine besondere Rolle spielte dabei das Ergebnis des SPD-Direktkandidaten im Wahlkreis Eimsbüttel Danial Ilkhanipour. Mit einem Verlust an Erststimmen von mehr als 21 Prozent (minus 32.000 Stimmen) wurde nur Platz 3 im Wahlkreis erreicht, hinter dem CDU-Kandidaten und noch hinter der GAL-Kandidatin. Zu Beginn der Sitzung forderte der Kreisvorsitzende Milan Pein zu einer kritischen Analyse auf: "Die eindeutigen Zahlen sprechen für sich. Eine Umdeutung dieses Ergebnisses werde ich nicht zulassen."

In einer schonungslosen Debatte mit mehr als 30 Redebeiträgen wurden noch einmal alle Aspekte der gescheiterten Kandidatur zur Sprache gebracht. Dies waren vor allem die Art und Weise der Kandidatenaufstellung und ein Mangel an inhaltlichem Profil des Kandidaten und seines Wahlkampfes. Einig waren sich die Anwesenden, dass Aktionen einzelner Parteimitglieder während des Wahlkampfes zu verurteilen seien, Ursache und Wirkung dürften aber nicht miteinander verwechselt werden.

Zum Schluss der Debatte räumte der Kandidat ein, dass er den Wahlkreis klar verloren habe und hierfür auch die persönliche Verantwortung übernehme. In seinem Fazit sagte der Kreisvorsitzende: "Wir haben heute mit der Aufarbeitung begonnen. Uns steht noch ein langer und schwieriger Prozess bevor, an dessen Ende wir hoffen, das Vertrauen der Wähler wieder gewinnen zu können. Der Kreisvorstand wird weiterhin ein Forum für diese Aufarbeitung sein. Klar ist, dass es eine solche Kandidatur nie wieder geben darf. Zukünftig sollten die Bundestagskandidaten in einer Vollversammlung und nicht mehr über Delegierte gewählt werden."


(Via Email)


Siehe auch dazu: http://www.mopo.de/2009/20091001/hamburg/politik/zeit_der_abrechnung.html

Dienstag, 29. September 2009

Moni macht große Politik



An sich nichts Neues. In dieser Sache zeigt Moni als Wiederholungstäterin. Dieses Mal gemeinsam mit Ex-Erotik-Darsteller Sascha Hehn (Hausfrauen-Report, Schulmädchen-Report, Mädchen beim Frauenarzt, Blutjung und liebeshungrig, Schwarzwaldklinik, Traumschiff), Ralf Möller (Hai-Alarm auf Mallorca), Uschi Glas (Wir hau'n den Hauswirt in die Pfanne, u.a.) Heiner Lauterbach (Schulmädchenreport 9-11, Der Campus). Die Werbung wird von Experten als wahlentscheidend gesehen.
Aus der FAZ, Via FSR Geschichte

Dienstag, 15. September 2009

StiNe-Twitter meldet Buchungsquote für Veranstaltung

Empfehlenswert ist der StiNe-Twitter: Was sich ansonsten wie ein Fehler-Logbuch liest bietet aktuell den Stand der Anmeldephasen bei Lehrveranstaltungen:

Nach dem ersten Drittel der Anmeldephase haben 7.955 Studierende 60.382 Anmeldungen für insgesamt 5.364 Lehrveranstaltungen durchgeführt.

Donnerstag, 10. September 2009

"Forschungsranking" = bewilligte DFG-Anträge

"Und Hamburg? Die Hamburger Universität rangiert in diesem Ranking auf Platz 21. Seit 1996 ist Hamburgs größte Hochschule von Platz 7 über 14 und Rang 17 abgestürzt. Das bedeutet nicht, dass in Hamburg weniger geforscht wird. Aber die DFG fördert weniger Projekte im Bundesvergleich. Das hängt für Hamburg auch damit zusammen, dass die Bewilligung der Gelder für diese Projekte häufig arg bürokratisch verläuft. Zuletzt behielt sich sogar die inzwischen abgetretene Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz vor, jeden einzelnen DFG-Forschungsantrag selbst zu begutachten."


Wieder was gelernt.

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1178411/Diese-Unis-haben-die-fleissigsten-Forscher.html

So wild war '68: AStA verspricht streikfreies Winter und erwägt Koalition mit RCDS

(click to enlarge)
Erläutert wird dies übrigens im netten Plausch von Springer-Presse, AStA-Vorstand und Uni-Rektor.

Mittwoch, 9. September 2009

Uni Hamburg twittert...

http://twitter.com/unihh

Podiumsdiskussion der taz im Haus 73 - Was für eine Uni hat Hamburg verdient?

Was für eine Uni brauchen wir?

Podiumsdiskussion
Über den Sinn und Unsinn der Reformen jüngster Zeit mit besonderer
Berücksichtigung der Frage: Wen können wir eigentlich noch wählen?
In Hamburg hat es an der Universität richtig gekracht, die dortige
Uni-Chefin Monika Auweter-Kurtz musste nach einem Aufstand von 120
Professoren wegen ihres umstrittenen Führungsstils den Hut nehmen. Doch
auch in anderen Uni-Städten wie Berlin brodelt es. Und an der Hamburger Uni
sind keineswegs alle Konflikte beigelegt.

Die Idee, Hochschulen wie Unternehmen zu führen, die im Wettbewerb
gegeneinander antreten, wurde in nur wenigen Jahren in ganz Deutschland
durchgesetzt. Hochschulpolitik ist wieder ein Thema, finden wir. Und das
trotz Föderalismus auch im Bundestagswahlkampf. Schließlich werden die
Leitlinien für die Bildungspolitik im Forschungsministerium festgezogen.
Eine Blaupause für diese Wende hatte 1995 CDU-Forschungsminister Jürgen
Rüttgers vorgelegt.

Wir fragen, wie wichtig ist Wettbewerb? Wie wichtig sind Mitbestimmung und
Transparenz? Und welche Interessen haben Forschenden und welche die
Studierenden? Und was können wir aus dem Fall Hamburg lernen.



Wir laden ein zur Diskussion mit:

Maria von Welser, Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg und
stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrats
Hans-Martin Gutmann, Professor für Praktische Theologie
mit dem Schwerpunkt Homiletik
Ines Pohl, taz-Chefredakteurin
Kaija Kutter, taz-nord-Bildungsredakteurin
Ralf Bollmann, taz-Politikredakteur

Moderation:
Jan Feddersen (taz)


Termin:
Donnerstag, 10. September 2009, 20 Uhr
Ort:
Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg
Eintritt frei

Sonntag, 23. August 2009

Stellenausschreibung Uni Hamburg


An der Universität Hamburg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle

der Präsidentin oder des Präsidenten

zu besetzen.

Die Universität Hamburg ist mit etwa 38.000 Studierenden die fünftgrößte Hochschule Deutschlands. Sie gliedert sich in sechs Fakultäten: Rechtswissenschaft; Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; Medizin; Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft; Geistes- und Kulturwissenschaften; sowie Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Die Präsidentin/Der Präsident vertritt die Hochschule, leitet das Präsidium und befördert die Weiterentwicklung der Universität und ihres Ansehens in Forschung und Lehre aktiv.

Gesucht wird eine Führungspersönlichkeit mit sehr guter wissenschaftlicher Qualifikation, umfangreicher Erfahrung in der Leitung größerer Einheiten im Universitäts- und Wissenschaftsbereich, in der Arbeit mit akademischen Gremien und in internationaler Zusammenarbeit sowie mit hoher Kommunikationskompetenz und Integrationsfähigkeit.

Die Universität ist an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert. Qualifizierte Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Präsidentin oder der Präsident wird nach §§ 80 ff. Hamburgisches Hochschulgesetz vom Hochschulrat gewählt und vom Akademischen Senat bestätigt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern wird bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben.

Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, ihre Unterlagen bis zum 15. September 2009 an den Vorsitzenden des Hochschulrates, Prof. Dr. Albrecht Wagner, Universität Hamburg, Postfach 13 02 44, 20102 Hamburg, zu senden.

Samstag, 22. August 2009

Das schreiben die Anderen

"Wir befinden uns in einer Krise des kapitalistisch verfassten Wirtschafts- und Vergesellschaftungssystems. Diese Krise geht aktuell einher mit einer Zeit des Umbruchs an den Hamburger Hochschulen.

Die unter dem Hamburger CDU-Senat forcierte Umstrukturierung der Hochschulen hin zu effizient arbeitenden, top-down-administrierten Humankapitalfabriken hat an der Uni Hamburg dauerhaft zu breitem Protest geführt, der nicht immer erfolgreich war, jüngst aber mit dem Rücktritt der Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz einen personellen Zwischenerfolg erzielt hat.

Die von Privatisierungsbestrebungen (Forderung von Studiengebühren) und inhaltlicher Verengung (rhetorisch forciert im Rahmen des „Bologna-Prozesses“) geprägten Entwicklungstendenzen in der Bildungspolitik bleiben jedoch bestehen. Um darauf inhaltlich fundiert reagieren zu können, bedarf es einer Möglichkeit der öffentlichen Auseinandersetzung und Verständigung über aktuelle Probleme und Entwicklungen, verschiedene Positionen und Perspektiven der Bewegung für ein menschlicheres Bildungswesen.

Wir möchten mit diesem Blog Anknüpfungspunkte dafür schaffen.

Man könnte fragen, „Warum Ratzplast?“ Worauf man antworten könnte, „Warum nicht?“ Ratzplast ist ein Nicht-Wort – bewusst keine programmatische Aussage, aber ein Wort-Raum, der dem freien Assoziieren offen steht. Unsere programmatische Aussage ist kein Schlagwort, sondern unsere Idee, einen unabhängigen Ort der Diskussion schaffen zu wollen. Gemeinsam mit Vielen, die sich für eine bessere, das heißt: demokratische und solidarische, Bildung engagieren. Wir kommen aus der Studierendenbewegung, sind in unseren Fachbereichen, in studentischen Initiativen und/oder in hochschulpolitischen Listen aktiv.

Wir schließen uns den Forderungen der studentischen und der Schüler_innen-Proteste, aber auch anderer gesellschaftlicher Gruppen an, die auf ein inklusives Bildungssystem und eine soziale Öffnung der Hochschulen, verbunden mit der Abschaffung von Studiengebühren, der dringend gebotenen Überwindung des Bachelor-Master-Systems und der Demokratisierung der Bildungsinstitutionen hinarbeiten.

Unser Ziel ist es, den Widerstand gegen die neoliberalen Umstrukturierungen im Bildungsbereich und die Entwicklung von darüber hinaus weisenden Perspektiven voranzutreiben. Wir möchten gemeinsam – und über die Grenzen der Hamburger Hochschulen hinaus – Diskussionen anregen, Kontroversen fördern, Risse in bestimmenden Diskursen vertiefen, Leerstellen suchen und Freiräume schaffen.

Euer Ratzplast-Redaktionskollektiv,

14. Juli 2009"

http://ratzplast.wordpress.com/2009/07/16/beschlossene-positionsbestimmung-stand-14-07-09/


Dies war ein besonderer Service des Unipanther-RedakteurInnen-Kollektiv des Humankapitalkombinats Hamburg. Rotzfrontz Ratzplatz. Mit Dank an den Einsender.

Mittwoch, 19. August 2009

Via Privacy Box: Eine neue Hochschulgruppe

Moin Moin Piraten,

Gestern Abend hat sich auf dem Stammtisch des LV Hamburg der
Pirtanpartei die Piraten-Hochschulgruppe Hamburg gegründet. Mit vier
Gründungsmitgliedern und einer Satzung steht einer neuen, piratigen
Hochschulpolitik an den Hochschulen Hamburgs nichts mehr im Wege. Die
Piraten-Hochschulgruppe Hamburg ist eine unabhängige Vereinigung
junger Studenten aus Hamburg, die die Ideen der Piratenpartei in den
Alltag aller Hochschulen in Hamburg tragen wollen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt an den Studierendenparlamentswahlen im
Wintersemester 2009 teilzunehmen und die Studierendenparlamente im
nächstes Jahr zu entern.

Hiermit laden wir jeden interessierten Hamburger Studenten ein an
unserer Hochschulgruppe teilzunehmen.

Interessierte können uns über unsere Mailingliste
piraten-hochschulgruppe@piratenpartei-hamburg.de erreichen, oder sich
bei mir persönlich melden.

MfG
Nils Hasenbanck
Vorsitzender der Piraten-Hochschulgruppe Hamburg

Dienstag, 18. August 2009

Dokumentiert: SPD vs. Hochschulrat

SPD: Uni-Spitze ohne Hochschulrat wählen

Die SPD will den Hochschulrat entmachten, um dem künftigen Präsidium "mehr Legitimation und Rückhalt" zu garantieren.

Während die Suche nach einer neuen Führungsspitze für die Universität Hamburg läuft, will die SPD den Hochschulrat entmachten, um dem künftigen Präsidium "mehr Legitimation und Rückhalt" an der Hochschule zu garantieren. Laut einem Antrag zur Änderung des Hochschulgesetzes, der dem Abendblatt vorliegt, soll künftig anstelle des Hochschulrats der Akademische Senat in einem öffentlichen Verfahren mögliche Nachfolger benennen und auch wählen. Begründung: In diesem Gremium sind alle Statusgruppen vertreten, vom akademischen Personal über Studenten zu Verwaltungskräften, heißt es.

"Entscheidend für die Zukunft der Uni ist, frühere Fehler diesmal zu vermeiden", sagte SPD-Hochschulexpertin Dorothee Stapelfeldt dem Abendblatt. Der vehemente Widerstand gegen die ehemalige Präsidentin Monika Auweter-Kurtz habe neben persönlichen auch strukturelle Ursachen gehabt - so war sie die erste Präsidentin, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit von Headhunter für geeignet befunden und vom damals neu gegründeten Hochschulrat gewählt wurde. "Während der Hochschulrat im Verborgenen agierte, fanden keine Personaldebatten an der Uni statt, entsprechend gering war die Akzeptanz der Präsidentin unter Mitarbeitern der Hochschule", so Stapelfeldt. Der Antrag, über den das Parlament ab September beraten wird, sehe daher auch vor, dass sich Kandidaten der Hochschule in öffentlichen Redebeiträgen vorstellen. Stapelfeldt: "So, wie es früher gang und gäbe war."

Derzeit sucht eine achtköpfige Findungskommission, jeweils vier Mitglieder aus dem Hochschulrat und dem Akademischen Senat, nach einem neuen Chef für die derzeit kommissarisch geleitete Universität. Der Vorsitzende des Hochschulrats, Prof. Albrecht Wagner, sagte zu dem SPD-Vorstoß: "Dilemma ist, dass Hochschulen auf der einen Seite das institutionelle Wissen der Gremien brauchen, auf der anderen Seite aber im Sinne eines modernen Managements verantwortliche Institutionen benötigen."

So lege der Hochschulrat großen Wert auf einen Diskurs mit dem Akademischen Senat, aber auch den Mitarbeitern der Uni. Gegen öffentliche Personaldebatten spreche jedoch, dass potenzielle Spitzenkräfte großen Wert auf einen vertraulichen Prozess legten, mit ihrem Namen also nicht monatelang in Debatten auftauchen wollen oder können.

SPD-Politikerin Dorothee Stapelfeldt sieht das anders: "Öffentliche Debatten können gute Bewerber zwar auch abschrecken, trotzdem muss das Verfahren demokratisch sein."


Link: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1143336/SPD-Uni-Spitze-ohne-Hochschulrat-waehlen.html#sendafriend