Sonntag, 20. Dezember 2009
Besetzte Unis: Internationaler Solidaritätspakt in Potsdam beschlossen
Dienstag, 15. Dezember 2009
Berliner Jusos im AStA HU unzufrieden mit Streik und Besetzung
Ursache: Streik ist nicht links genug.
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/linkes-biotop-will-feucht-bleiben/
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Hopo-Länderspiegel: RCDS Stuttgart stellt sich hinter Streik
Dienstag, 13. Oktober 2009
Hopo-Länderspiegel historisch: AStA-Wahlen Bielefeld '72
Statt langwieriger Koalitionsverhandlungen, wie insbesondere in den 80er und 90er Jahren des öfteren üblich, wählte die FLK gleich in ihrer ersten Sitzung nach den Wahlen die Mitglieder des ersten AStA der Universität Bielefeld mit jeweils großer Mehrheit gegen die Stimmen des RCDS. Der AStA setzte sich aus vier Vertretern und einer Vertreterin des SHB sowie einem Vertreter des MSB zusammen. Vorsitzende wurde Anne Winkhoff vom SHB, die Soziologie im ersten Semester studierte. Nach der Wahl von der Neuen Westfälischen befragt, warum "gerade ein Mädchen Chef des ersten Bielefelder AStA geworden ist", meinte sie: "Wir sind bei der Wahl von ganz bestimmten Kriterien ausgegangen. Zum Beispiel: Wer hat die Zeit und die Möglichkeit, sich voll und ganz für die Arbeit des Studentenausschusses einzusetzen." Nach Aussagen des seinerzeitigen Finanzreferenten im AStA, Johannes Risse, hatten die weiteren AStA-Mitglieder des SHB in politisch und hochschulpolitisch bewegten Zeiten bereits Funktionen in der studentischen Selbstverwaltung, bei den Jusos oder in der Mutterpartei SPD inne.
aus: BUZ, 215/2003 vom 19.11.2003, S. 38f
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Weitere%20Einrichtungen/Universitaetsarchiv/Abgestaubt3.html
Hopo-Länderspiegel historisch: SDS, SHB und Jusos in Köln
Die Linksentwicklung des SHB vollzog sich in der zweiten Hälfte der 60er Jahre auch an der Uni Köln. Im Juni 1966 veröffentlichten der SDS, der SHB und die gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Kreise an der Universität ein gemeinsames Flugblatt gegen den AStA-Vorsitzenden Klaus Laepple vom Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS), dem sie unter anderem die kritische Frage stellten:
"Trifft es zu, daß trotz Alkoholverbots während der Arbeit in der Mensa der Küchenchef, Herr U*** (Name ist mir bekannt, d.V.), während des Dienstes derartig trinkt, daß er nicht mehr fähig bzw. willens ist, gewisse Arbeiten zum Wohl der Studenten wie Nachspeisen und Diäten auszuführen?"
Die folgende '68er StudentInnenbewegung schüttelte das hochschulpolitische Gefüge erst einmal kräftig durcheinander. Im Oktober 1966 blockierte der RCDS-AStA-Vorsitzende Laepple gemeinsam mit den Studierenden Straßenbahnschienen aus Protest gegen eine KVB-Fahrpreiserhöhung, und nach der Ermordung des Studenten Benno Ohnesorg in Berlin am 2. Juni 1967 aus Anlaß einer Demonstration gegen den Schahbesuch unterzeichnete ein breites Spektrum studentischer Verbände den Aufruf zu einem Schweigemarsch mit anschließender Protestkundgebung. Der Rektor der Uni gab aus diesem Anlaß sogar vorlesungsfrei.
Kontinuität durch Wandel
Anmerkungen zur Geschichte von SDS, SHB und Juso-Hochschulgruppe in Köln (1946 bis 1990)
von Christoph Meye
Link: http://www.trend.infopartisan.net/trd0502/t010502.html
Zur Person Klaus Laepple: Wikipedia (da kommt übrigens nicht vor, dass er beim RCDS war).
Sonntag, 14. Juni 2009
Hopo-Länderspiegel: Uni-Wahlen in Heidelberg
Freitag, 12. Juni 2009
Montag, 1. Juni 2009
Hopo-Länderspiegel: Magdeburgs sexistischer Campus


Links: Dieses Plakat ist sexistisch.
Rechts: Wenn man einen sexistischen Spruch draufklebt ist das nicht sexistisch, sondern Kampf gegen Sexismus. Da darf man mal ganz im Sinne des Kampfes gegen Rechts Frauen auf ihre sekundären Geschlechtsorgane reduzieren. Merke also: Was dem RCDS nur halb gelingt wird von anderer Stelle vollendet und auf Indymedia gefeiert.
Link: http://de.indymedia.org/2009/05/249519.shtml
Donnerstag, 30. April 2009
Hopo-Länderspiegel: Hessische ASten in Gefahr
Jusos: „Koch will Meinungsfreiheit für Studierende abschaffen!“
Dazu erklären die hessischen Jusos und hessischen Juso-Hochschulgruppen:
„Die Novelle zum HHG muss sofort vom Tisch! Die Abschaffung der unabhängigen Interessenvertretung von Studierenden ist ein Anschlag auf die Demokratie an hessischen Hochschulen! Wir Jusos stehen an der Seite der hessischen Studierenden, die sich nicht von Roland Koch bevormunden lassen wollen“, erklärte Björn Spanknebel, Landesvorsitzender der hessischen Jungsozialisten.
Die Abschaffung von ASten und Studierendenparlamenten würde eine Vernichtung der historisch gewachsenen studentischen Selbstverwaltung bedeuten.
Die Jusos befürchten, dass es Ministerpräsident Koch um einen persönlichen Rachefeldzug geht. „Bei der Einführung von Studiengebühren durch CDU und FDP gab es massive Proteste der Studierenden in Hessen. Offensichtlich will Roland Koch sich nun für dieses zivilgesellschaftliche Engagement und seine Niederlage revanchieren, um sich zukünftig nicht mehr mit der Meinung „lästiger“ Studierender befassen zu müssen. In einer pluralistischen Gesellschaft darf man andere Meinungen aber nicht einfach durch die Abschaffung von deren Vertretungsstrukturen unterdrücken“, empört sich Felix Diehl, stellvertretender Vorsitzender der hessischen Jusos. Die Jusos wollen demokratische Hochschulen und freien Meinungsstreit in Hessen.
„Wir fordern Roland Koch dazu auf, sich zur Demokratie an der Hochschule und zum Respekt vor der Meinung anders Denkender zu bekennen“, erklärte Pascal Barthel, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen und nordhessischer Juso-Vorsitzender. Sollte Koch seine Macht missbrauchen wollen, um die Studierenden in Hessen mundtot zu machen, werden die Jusos an der Seite tausender Studierender für Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit streiten.
Mehr Informationen unter: www.jusos-hessen.de [1]
via vorwaerts.de
Sieha auch:
Montag, 20. April 2009
Hopo-Länderspiegel: AStA in Bonn gewählt II (RCDS Bonn)
Erstmals seit über 25 Jahren gibt es wieder einen RCDS-geführten AStA an der Universität Bonn. Zusammen mit der Unabhängigen Liste der Fachschaften (ULF), die im Studentenparlament über 9 Sitze verfügt, und der Re(h)-Partei (2 Sitze) stellt der RCDS den diesjährigen AStA. Neuer AStA-Vorsitzender ist Wolfgang Schoop (RCDS).
Möglich wurde dieser Erfolg durch den Wahlsieg des RCDS Bonn bei den Wahlen zum Studentenparlament im Januar. Dort hatte der RCDS Bonn das beste Ergebnis in seiner 60-jährigen Geschichte erzielt. Mit 37,5 Prozent aller Stimmen hält er 19 der 51 Sitze im Studentenparlament inne.
„Endlich wird es wieder eine durchsetzungsstarke Vertretung für die Bonner Studentinnen und Studenten geben! Mehr als 25 Jahre linker AStA-Herrschaft, in denen Geld-verschwendung und Misswirtschaft Schlagzeilen machten, sind nun beendet. Wir werden wieder mehr Betreuungs- und Beratungsangebote für die Studentinnen und Studenten schaffen, hochschulpolitisch klare Forderungen stellen und uns nicht nur mit uns selber beschäftigen”, erklärt Anne Küppers, Vorsitzende des RCDS-Bonn.
Der RCDS Bonn stellt neben dem AStA-Vorsitzenden auch einen stellvertretenden Vorsitzenden, David Heiser, die Referentin für Hochschulpolitik Anne Küppers, sowie den Service-Referenten Simon Schall, die Öffentlichkeitsreferentin Lena Diesing, die Gleichstellungsreferentin Friederike Baudisch und den Kulturreferenten Sakis Wadenpohl. „Mit diesem erstklassigen Personal werden wir zeigen, dass eine starke Vertretung studentischer Interessen auch mit deutlich niedrigeren Aufwandsentschädigungen möglich ist. Wir werden ein deutlich größeres Serviceangebot bieten und effizienter und transparenter wirtschaften”, beschreibt Wolfgang Schoop, neuer AStA-Vorsitzender, die Arbeit in den kommenden Monaten.
„Es ist kein Naturgesetz, dass linke und linksradikale Gruppierungen die ASten als ihre politische Spielwiese missbrauchen”, gratuliert Pascal Becker, Landesvorsitzender des RCDS NRW, selbst Mitglied des RCDS Bonn und studentischer Senator der Universität Bonn.
Christian Dürig, Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn, gratuliert dem RCDS Bonn ganz herzlich zu diesem Erfolg: „Als ehemaligen Vorsitzenden des RCDS Bonn freut mich dieser Erfolg natürlich besonders. Der RCDS hat damit gezeigt, dass bürgerliche Mehrheiten gut möglich sind. Ich bin davon überzeugt, dass dies nicht nur für die Hochschule gilt.”
Der Bonner Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel, ehemaliger Bundesvorsitzender des RCDS und früheres Mitglied des Bonner Studentenparlaments, wünscht dem neuen AStA-Vorsitzenden für seine Arbeit viel Erfolg und ist davon überzeugt, dass der RCDS diese neue Aufgabe hervorragend meistern wird, denn „aus eigener Erfahrung weiß ich um die große hochschulpolitische Kompetenz des RCDS. An der Hochschule setzt sich der RCDS seit Jahren wirkungsvoll für bessere Studienbedingungen ein und ist kompetenter Ansprechpartner bei allen Fragen rund ums Studium. Deshalb wird es dem neuen AStA gelingen, wieder etwas für die Studentinnen und Studenten zu bewegen und ihre Anliegen erfolgreich zu vertreten.”
„Vor allem die Themen Stipendiensystem, Gebührensatzung und die Situation der betreuungsintensiven Bachelor- und Masterstudiengänge werden in den nächsten Monaten die Arbeit des AStA prägen. Der linke AStA hat es versäumt, sich mit den Sorgen und Bedürfnissen der Bonner Bachelor- und Masterstudenten aus-einanderzusetzen. Hier besteht also großer Nachholbedarf”, erklärt Anne Küppers.
via RCDS Bonn
Hopo-Länderspiegel: AStA in Bonn gewählt (PM RCDS)
„Im Namen des gesamten RCDS Bundesvorstandes gratuliere ich dem RCDS Bonn sehr herzlich zu diesem Erfolg. Ich wünsche Wolfgang Schoop und allen Mitstreitern des RCDS Bonn viel Erfolg, das nötige Quäntchen Glück und vor allem auch eine Menge Freude bei der Arbeit für die Studenten an der Universität Bonn“, sagte Gottfried Ludewig, RCDS Bundesvorsitzender und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes.
Der RCDS Bonn stellt neben dem AStA-Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden David Heiser auch die Referentin für Hochschulpolitik Anne Küppers, den Service-Referenten Simon Schall, die Öffentlichkeitsreferentin Lena Diesing, die Gleichstellungsreferentin Friederike Baudisch und den Kulturreferenten Sakis Wadenpohl.
Sonntag, 5. April 2009
Hopo-Länderspiegel Bonn II
Der RCDS zeigt sich überrascht, dass die JusoHSG es ablehnt, Gespräche über eine mögliche Koalition aufzunehmen.
Nach unserem überraschend deutlichen Wahlerfolg im Januar hatten wir das Ziel, eine möglichst breite Koalition aufzubauen, um die schon lange existierenden strukturellen Probleme anzugehen und die Bonner Studierendenschaft auf breiter Grundlage zu reformieren. Dafür waren wir bereit, erhebliche Zugeständnisse an mögliche Partner zu machen.
Nach einigen sehr konstruktiv verlaufenden Gesprächen, hat sich die JusoHSG nun überraschend dagegen entschieden, mit uns Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. Auf fast allen Konfliktfeldern hatten sich bis dahin gute und für beide akzeptable Kompromisse abgezeichnet.
Da wir bei den Gruppen- und vielen Einzelgesprächen immer das Gefühl hatten, dass es eine konstruktive, gemeinsame Basis gibt, laden wir auch weiterhin jedes Juso-Mitglied ein, Verantwortung zu übernehmen und an einem starken und stabilen AStA in Bonn mitzuarbeiten. Das sind wir alle den Bonner Studentinnen und Studenten schuldig.
Wir werden nun die Verhandlungen mit der Unabhängigen Liste der Fachschaften (ULF) weiter intensivieren. Die bisherigen Gespräche machen uns hoffnungsvoll, dass auf dieser Grundlage eine stabile AStA-Koalition entstehen kann.
Wichtigste Ziele für uns bleiben auch weiterhin eine stärkere Service-Orientierung des AStA und eine Wiederbelebung der politischen Vertretungsarbeit, die in den letzten Jahren stark an Inaktivität und verlorener Glaubwürdigkeit gelitten hat.
Link RCDS Bonn
Hopo-Länderspiegel Bonn
RCDS fordert reinen „Service-AStA“ statt politischer Interessenvertretung.
18.03.09
Jusos lehnen Koalitionsverhandlungen unter diesen Bedingungen ab.
Nach drei Sondierungsgesprächen hat die Juso-Hochschulgruppe beschlossen, nicht in Koalitionsverhandlungen mit dem RCDS einzutreten. In den Gesprächen hatte sich herausgestellt, dass der RCDS einen AStA anstrebt, der weder die politischen Interessen aller Studierenden noch die Interessen von Minderheiten vertreten soll. Beides sind für die Jusos unverzichtbare Bestandteile jeder sinnvollen AStA-Arbeit. „Der RCDS hat sich in keiner Weise kompromissbereit gezeigt. Im Gegenteil – er beharrt dogmatisch darauf, den AStA von einem politischen Gremium in eine bloße Serviceagentur umzuwandeln. Es ist klar, dass wir solchen Konzepten nicht zu einer Mehrheit verhelfen werden“, begründet Bianka Hilfrich die Entscheidung der Hochschulgruppe.
Einen zentralen Streitpunkt stellte die vom RCDS geforderte Abschaffung der autonomen Referate dar. Bisher kümmert sich das LesBiSchwule Referat um die Interessen homo- und bisexueller Studierender, das Gleichstellungsreferat um die Interessen von Frauen und das Referat für Integration um die Interessen ausländischer Studierender. Die ReferentInnen werden dabei direkt von der jeweiligen Gruppe gewählt. Die Delegation des RCDS hatte mehrmals betont, diese Referate abschaffen zu wollen, da es sich um „Partikularinteressen“ handle. Vor allem das LesBiSchwule Referat sei für sie aus „politischen Gründen“ inakzeptabel. „Damit hat der RCDS den wahren Grund für die Abschaffung elegant umschrieben: die Intoleranz seiner Mitglieder! Dabei ist vollkommen unumstritten, dass das Referat seit Jahren kontinuierlich gute Arbeit macht. Ohne dieses Referat gäbe es an der ganzen Uni keine Stelle, die sich für die Interessen von homo- und bisexuellen Studierenden einsetzt, keine Stelle, an die sie sich in Falle von Diskriminierung wenden können. Für uns Jusos ist der Schutz und die eigenständige Vertretung von Minderheiten eine unerlässliche Aufgabe des AStA“, stellt die AStA-Vorsitzende Lena Mevissen klar.
Weiterhin strebt der RCDS ein „Servicereferat“ an, das für einen Stundenlohn von 10 Euro 50 Stunden Beratung in der Woche leistet. „Zur Zeit organisieren die Fachreferate 57 Stunden Beratung in der Woche für eine feste monatliche Aufwandsentschädigung, die unter 10 Euro Stundenlohn liegt“, so Mevissen weiter. Ein „Servicereferat“ mit erhöhten Stundenlöhnen könne es nur auf Kosten der politischen Referate geben. Als „Einsparmaßnahme“schwebt dem RCDS vor, das Referat für Hochschulpolitik nur noch projektbezogen arbeiten zu lassen und darüber Aufwandsentschädigungen zu sparen, obwohl es so seine Aufgaben nicht mehr kontinuierlich wahrnehmen kann. Die Referate für Ökologie und politische Bildung sollen dem Rotstift in Gänze zum Opfer fallen. „Dies bedeutet, dass der AStA eine seiner gesetzlichen Kernaufgaben, nämlich die politischen Interessen der Studierenden zu vertreten und sich zu hochschulpolitischen Fragen zu äußern, nur noch unzureichend wahrnehmen kann. Unter diesen Voraussetzungen ist die Mitarbeit im AStA für uns undenkbar“, sagte Alexander Krüger, stellvertretender Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe.
David Knorr, Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe, resümiert: „Der ideologische Kurs des RCDS will sehr wichtige Strukturen zerstören, die sich über Jahrzehnte bewährt haben. Die Leidtragenden wären alle Bonner Studierenden. Wir sind gespannt, ob der RCDS eine Hochschulgruppe findet, die diesen Irrsinn mitmacht.“
Link: Juso-Hochschulgruppen
Montag, 23. März 2009
Hopo-Länderspiegel: Nettes aus der Marx-Uni
"In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen lebt die Diskussion um den Namen der Universität Trier auf. Anlass für die jetzige Diskussion ist eine Entscheidung des Parlaments der Studierenden der Universität Trier vom Dezember letzten Jahres, die mir offiziell bis jetzt nicht mitgeteilt worden ist. Wie ich bereits mehrere Male festgestellt habe, ist der Name der Universität im Hochschulgesetz gesetzlich geregelt. Ich sehe keinerlei Veranlassung den Namen 'Universität Trier' zu ändern".
Prof. Dr. Peter Schwenkmezger
Präsident der Universität Trier
Link: Pressemitteilung der Uni-Leitung
Pressemitteilung der den AStA stellenden Campusgrünen Trier:Hopo-Länderspiegel: Dauerbrenner Marx-Uni (Süddeutsche Zeitung)
In Raum B15 an der Universität Trier, einem fensterlosen, mit Regalen und Tischen zugestellten Kabuff, kann man ein Stück Sozialismus kaufen, oder wenigstens das Symbol dafür: Karl Marx, 1818 geboren in Trier. Es gibt T-Shirts, Jutebeutel und Kaffeetassen mit seinem Konterfei und dem Schriftzug "Karl Marx Universität Trier". Sie verkaufen sich gut, nicht wenige Studenten laufen mit Karl-Marx-Shirts über den Campus, für Austauschstudenten aus dem Ausland sind die Devotionalien ein schönes Souvenir.
Nur gibt es ein Problem: Die Hochschule in Trier heißt gar nicht Karl-Marx-Universität, sondern firmiert unter der schlichten Bezeichnung Universität Trier. Trotzdem verwenden der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und einige linke Gruppen im Uni-Parlament seit einiger Zeit den Namen des Philosophen, auf Plakaten, Briefköpfen und in ihrem Internetauftritt. Im Dezember 2008 beschloss eine Mehrheit im Studierendenparlament (Stupa), künftig nur noch den Namen "Karl-Marx-Universität" zu führen.
Darüber ist nun in den vergangenen Wochen ein bizarrer Streit entbrannt: Die Junge Union hatte sich in einem Brief an den AStA und an Uni-Präsident Peter Schwenkmezger gewandt. Es sei "inakzeptabel, dass sowohl die Öffentlichkeit und schlimmstenfalls zukünftige Arbeitgeber annehmen müssen, an der Universität Trier werde eine menschenverachtende Diktatur glorifiziert". Die Reaktion des AStA folgte in einem fünfseitigen, mit Fußnoten versehenen Schreiben, in dem die "historische Figur Karl Marx als in seiner Wirkungsmächtigkeit bedeutendster Bürger der Stadt Trier" gewürdigt und die Anschuldigungen der Jungen Union "aufs Schärfste" zurückgewiesen werden.
Die Reaktion des Uni-Präsidenten fällt deutlich knapper aus: Er sehe "keinerlei Veranlassung", den Namen zu ändern. 95 Prozent aller Studenten seien ohnehin gegen eine Umbenennung, schätzt Schwenkmezger.
Der Beschluss des Studierendenparlaments ist rechtlich völlig bedeutungslos, denn um die Universität umzubenennen, müsste das Bildungsministerium in Abstimmung mit der Hochschulleitung eine Rechtsverordnung erlassen. Angesichts der sehr geringen Aussichten für eine "Karl-Marx-Universität" wirkt der Namensstreit wie eine Provinzposse: Die Marx-Merchandising-Artikel sorgen für ein bisschen links-alternative Folklore, und die Junge Union spielt einen Kulturkampf im Kleinen.
Indes tut sich Trier schon ein bisschen schwer mit dem berühmten Sohn: So heißt die Straße, in der das Geburtshaus des Philosophen steht, nicht durchgängig Karl-Marx-Straße, sondern nur im hinteren Abschnitt, wo Sexshops und Erotik-Kinos zu finden sind. Im vorderen, der Innenstadt zugewandten Teil heißt sie Brückenstraße, und Gerüchte sagen, dass um das Image der Stadt besorgte konservative Politiker diesen Namen einst durchgesetzt haben.
via Privacy Box, Link: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/950/462566/text/
Freitag, 26. Dezember 2008
Hopo-Länderspiegel: Jusos gewinnen in Mainz mit der Campus-Card
Die in einer Koaliation mit CampusGrün befindlichen Mainzer Hochschuljusos haben nach eigenen Angaben die Wahl zum Studierendenparlament gewonnen. Wie man sich zum Sieger kürt ist jedem selbst überlassen. Gewinnen kann ohnehin nur eine Koalition und keine Liste. So gibt es doch immer verschiedene Gewinnerkategorien in die sich einzelene Hochschulgruppen verordnen. In Hamburg waren nach eigenen Aussagen CampusGrün, Linke.SDS und die Jusos
Die Grünen waren "bester Neueinsteiger", Linke.SDS "bester linker Neueinsteiger" und die Jusos hatten trotz einem Sitz Verlust das gehörige Gefühl der Gewinner der Wahl zu sein, weil sie weiterhin vor dem Regenbogen die stärkste Liste stellten.
In Mainz haben die Jusos gewonnen, weil sie ihre Stimmen verdreifachen konnten. Die meisten Mandate errang dennoch CampusGrün. Verloren haben bei dieser Wahl übrigens alle Hochschulpolitiker. Denn wer schaut bei einer Wahlbeteiligung unter 8% noch gerne in den Spiegel
Ihren Erfolg sehen die Mainzer vor allem in Themen nah an den Studierenden, wie der Campus-Card.

"Die Juso-Hochschulgruppe ist aus den Wahlen zum 60. Studierendenparlament der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als klarer Sieger hervorgegangen. Zwar reichte es für die Sozialdemokraten nur zur zweitstärksten Kraft hinter "CampusGrün und Internationals", aber besonders die Verdreifachung der Sitze der Juso-Hochschulgruppe im 35köpfigen Studierendenparlament auf jetzt sechs Mandate spricht eine klare Sprache.
Der Wahlkampf der Juso-Hochschulgruppe war hauptsächlich auf Sachthemen bezogen, die die Studierenden vor Ort besonders interessieren. Dies gilt vor allen Dingen für die Einführung einer einheitlichen CampusCard.
Die Juso-Hochschulgruppe wird nun alle anderen Listen zu Gesprächen einladen, um anschließend eine Entscheidung über die Bildung einer AStA-tragenden Koaltion zu treffen."
Zitat: Pressemitteilung Juso-HSG, Hervorhebung Unipanther
Freitag, 19. Dezember 2008
Hopo-Länderspiegel: Potsdam
Interessanter Weise möchten die CampusGrünen in Potsdam dies unter anderem durch Einsparungen bei feministischen Projekten erwirken. Diese seien in ihrer Art studentischen Interessen nicht mehr gerecht geworden und somit nicht im Sinne der Verfassten Studierendenschaft ausgegeben worden.
Ebenfalls Potsdam: StuPa diskutiert Protokolle und Datenschutz
Die Überlegungen zu weniger Transparenz in Sachen Protokollführung und Entscheidungsfindung haben in Potsdam einen ernsten Hintergrund. Nach Angaben des AStA-Vorstandes fanden persönliche Daten auf diesem Kanal ihren Weg in die Hände von NPD-Mitglieder, welche die Daten dann auf ihrer Webseite öffentlich machten.
Ansonsten sind die Probleme auch ähnlich zu Hamburg. Probleme mit dem Campus-Management-System PULS, plötzliche Referenten-Rücktritte, Tarnlisten-Vorwürfe und spontane Nachbesetzungen im Stupa und ein Blog das versucht eine studentische Öffentlichkeit herzustellen.
Was der amtierende AStA aus Jusos, Linke.SDS und GÜL so für finanzierenswert hält zeigt diese Aufschlüsselung des Haushalts: Link
Donnerstag, 18. Dezember 2008
Hopo-Länderspiegel: SO soll es sein...
Erstaunlich gut informiert und mit journalistischem Geschick werden dort Themen wie der Neubau eines Kohlekraftwerks in der Region, der Rücktritt von AStA-Referenten (die hier allerdings rudelweise den AStA verlassen), nachlässige Studierendenparlamentarier und andere Themen behandelt die für Hamburger Studierende gar nicht so unbekannt sein sollten.
Nur halt alles ein wenig kleiner und beschaulicher. Hier eine kleine Auswahl:
Auf GHG folgt CampusGrün- Neugründung der Hochschulgrünen in Greifswald
Akademischer Senat lässt Prorektor durchfallen
Stupa-Wahlkampf im Internet mit harten Bandagen
Samstag, 13. Dezember 2008
Sport und Ernährung bei Studierenden
„Fit durchs Studium”
„Wie kommt man fit durch ein Studium, das den jungen Menschen heute körperlich und geistig immer mehr abverlangt? Reicht es, sich körperlich fit zu halten? Oder ist es die geistige Nahrung, das neue Wissen, das einen fit hält?“
Fragen über Fragen, die gerade in der winterlichen Vorweihnachtszeit Relevanz erlangen, und nur eine bietet die Antworten: Die Plakat-Ausstellung des Deutschen Studentenwerks (DSW) klärt auf und enthüllt so manches studentische Geheimnis…
Link: http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_3798.php#
Sonntag, 23. November 2008
Hopo-Länderspiegel
In Bonn kritisierte der RCDS in den vergangenen Monaten das Gebaren des Juso-AStA der Uni Bonn. Ohne eigene Mehrheit regierte man Unheil verwaltend und mit "Dienst nach Vorschrift" in einer derart unterirdischen Form, dass sich der RCDS an hessische Verhältnisse erinnert fühlte. Link