Dienstag, 24. August 2010

Junge Welt: Erfreuliche Zukunft erwünscht

Hamburger Schüler und Studenten sammelten 31000 Unterschriften für gebührenfreie Bildung
Hamburger Schüler und Studenten wollen am Mittwoch anläßlich der Bürgerschaftssitzung, bei der ein neu zusammengesetzter Senat gewählt werden soll, für die Abschaffung von Studiengebühren und für einen Politikwechsel in der Stadt demonstrieren. Wie die Fachschaftsrätekonferenz der Uni Hamburg am Montag mitteilte, soll der Zug unter dem Motto »Gebührenfreie Bildung und eine erfreuliche Zukunft für alle!« ab 13 Uhr vom Campus der Universität zum Rathaus führen. Dort sei geplant, um 14.45 Uhr, kurz vor Beginn der Bürgerschaftssitzung, in der Eingangshalle des Rathauses die über 31000 gesammelten Unterschriften der Kampagne »Für gebührenfreies Studium« den wissenschaftspolitischen Sprechern aller Bürgerschaftsfraktionen zu übergeben. Damit wollen die Demonstrierenden auch den Antrag der Linksfraktion für die Aussetzung der Studiengebühren zum Wintersemester 2010/11 als einen ersten Schritt in die richtige Richtung bekräftigen. Die Abschaffung selbst müsse mit der geplanten Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes erfolgen.

Das Bündnis betonte, daß die Abschaffung von Studiengebühren »der sofort sozial wirksame Auftakt für einen Politikwechsel wäre, mit dem eine menschengerechte Reformpolitik eingeleitet werden könne«. Die Fortsetzung von »Schwarz-Grün« in Hamburg bedeute »nur eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen für die allermeisten«, heißt es weiter in der Erklärung.

(jw)

Demonstration »Für gebührenfreie Bildung und eine erfreuliche Zukunft für alle!«, Hamburg, 25. August, Treffpunkt: 13 Uhr, Uni-Campus (Von-Melle-Park), Abschluß: 14.30 Uhr vor der Europapassage (Nähe Rathaus)

Samstag, 12. Juni 2010

Mehr so keine Ahnung: Die FDP in Hamburg

Es soll in Hamburg Organisationen geben die sich als durchgängig humorfrei erweisen. Zum Beispiel die Hamburger FDP. Man möchte nicht als "Bildungsadel" durch den Kakao gezogen werden. Das sagt zumindest ihr Pressesprecher.

In dieser Hinsicht ist man in der Rothenbaumchaussee 1, zugegebener Maßen auch arg gebeutelt. Machte sich Anfang des Jahres noch die gesammelte Hamburgische Medienlandschaft über die Pressemiteilungen des Vorsitzenden zu Lena Meyer-Landrut lustig und befremdete sich über den Kampf  der JuLis gegen den Einzug des Stalinismus auf dem Rathausmarkt.
Das dem ein Riegel vorgeschoben gehört ist klar: So ließ der Vorsitzende Salo kürzlichst lt. BILD eine Satiregruppe bei Facebook verschwinden. Deswegen ist es keineswegs verwunderlich, das Tucholsky-Zitat von der Satire die alles dürfe (genau wie die Kunst), mit einem dicken "Aaaaber" der Humorlosigkeit zu versehen.
Neuer Aufhänger für die Elbliberalen: Wie ein getroffener Hund jault die Hamburger FDP über eine Demonstration von dielinke.sds, den man zeitlich stehengeblieben, für eben jenen SDS aus der eigenden Jugend hält.

Das jener SDS eine vormalige Studentenorganisation der SPD war, der nicht nur Rudi Duttschke, sondern auch Ralf Dahrendorf (FDP) und Helmut Schmidt (hier in Hamburg) angehörten und der 1970 in beispielloser Selbstzerstörung sein Ende fand, scheint unbekannt. Dass die Neugründung auf die LINKE zurückgeht und es sich heutzutage nicht mehr um den Sozialistischen Deutschen Studentenbund handelt, sondern vielmehr um den Sozialistisch-demokratischen Studierendenverband, ist vielleicht auch gar nicht so wichtig.

Viel lustiger ist, es dass Rolf Salo und seine WWL-Frontfrau Anna von Treuenfels (sic!) sich über den Begriff des "Bildungsadels" echauffieren.

Zitat:

FDP Hamburg: Diffamierender Klassenkampf unter dem Deckmantel von Satire09.06.2010
Rolf Salo: Gefährliche Eskalation der Emotionen

In Hamburg fand gestern vor dem Rathaus eine von linken Reformbefürwortern organisierte Satire-Aktion gegen die Schulreform-Gegner statt. Angekündigt war der Auftritt vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) vorher im Internet:

„Wir, „Der Bildungsadel – Herkunft muss sich wieder lohnen!“, sind eine Gruppe elitärer Spinner, die sich für Selektion stark machen. Insbesondere sind wir gegen eine Vermischung von Kindern mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund, da Kinder bekanntlich die Zukunft unserer Gesellschaft sind. Und wir möchten sie dabei in guter Gesellschaft wissen.
Derzeit kämpfen wir gegen die Primarschule, da wir sie als Mittel der Zwangsproletarisierung entlarvt haben. Um dies der Welt kundzutun, werden wir kommenden Dienstag eine Kundgebung abhalten, um möglichst viele Stimmen gegen die Gleichmacherei der Afghanistan-Koalition (Schwarz-Rot-Grün) zu erreichen.
Präsentiert werden dabei die Highlights aus 300 Jahren dreigliedrigen Schulsystem, klassistische Argumente und unglaublich viel Demagogik.
Dienstag, 8. Juni
17.00 Uhr
Rathausmarkt“

Für Rolf Salo, Landesvorsitzender der FDP Hamburg, ist hier eine Grenze überschritten: „Auch wenn nach Kurt Tucholksky Satire alles darf, so sind hier zumindest Grenzen des guten Geschmacks gezielt überschritten worden. Auch Satire lebt im Kern von Wahrheit, die man hier beim besten Willen nicht erkennen kann. Hunderttausende Hamburger werden als Bildungsadel diffamiert, es wird schwierig sein, diese ungebremsten Emotionen wieder einzufangen. Die Spaltung der Gesellschaft wird von Kreisen der Reformbefürworter bewusst betrieben. Viele, die die Satire nicht durchschaut haben, mussten die Aktion des “Bildungsadels” für bare Münze nehmen und waren schockiert über Naziparolen und Polemiken gegen Behinderte und Schwule!”

Laut Salo lasse sich die FDP auch weiter nicht beirren und bleibe in ihrer Kampagne bei der argumentativen Linie. Willkommen sei jetzt allerdings ein Zeichen aus dem Senat, das wieder in Richtung Ruhe und Besonnenheit gehe. „Mit ihrer Politik der Ideologisierung hat auch Frau Goetsch eine Situation heraufbeschworen, die nun Züge einer Hasskampagne gegen die Schulreformgegnern angenommen hat.“

FDP-Kampagnenleiterin Anna von Treuenfels sieht den Volksentscheid auf der Zielgraden und warnt: „Bis hierher haben es Gegner und Befürworter geschafft, bei aller Härte die Würde des anderen zu achten. Die aktuelle Grenzüberschreitung ist eine große Enttäuschung.”
          Schreibfehler wie im Original

Dies ist von der eigenen Warte aus nachzuvollziehen. Kann der FDP-Bezirksabgeordnete und JuLi-Pressesprecher Bläsing gemeinsam mit seinem Vorsitzenden Ritter keine Kunst erkennen, scheint auch dem FDP-Landesvorsitzenden Salo und seinem Pressesprecher Brinker die Angst vor nicht zu verstehender Satire mächtig in den Knochen zu stecken.

                                Quelle: Linke.SDS


Die Hamburger FDP die mit liberalen Kernforderungen wie der Aufhebung des Leinenzwangs und dem Kampf gegen Rauchverbote bei den letzten Wahlen den Einzug in die Bürgerschaft verpasste, setzt nun voll auf die Unterstützung der Initiative "Wir wollen lernen". Das die Hamburger FDP im von Salo bejammerten Artikel auf dem Blog von linke.sds nicht mit einem Wort erwähnt wird, hat mit der politischen Bedeutungslosigkeit der FDP Hamburg zu tun. Trotzdem den getroffenen Hund zu markieren, könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass man aus Ermangelung an eigenen Themen versucht die WWL-Kampagne politisch zu vereinnahmen.

PS: Man kann sich diese schreckliche, höchstverwirrende (fake) Demo auf Youtube ansehen.

http://www.youtube.com/watch?v=nQKiHbph8Zc
http://www.youtube.com/watch?v=oXW_o6u9KLI
Wer eine Naziparole findet, darf sie ausschneiden und behalten.

Um Gotteswillen nicht mit diesem (echten) Panorama-Beitrag verwechseln


http://www.youtube.com/watch?v=2jAI0hzDZuc

Ganz zum Abschluss noch die Position der bildungspolitischen Sprecherin der FDP Bayern (die im Landtag vertreten ist). Dies ist im übrigen auch Beschlusslage der Liberalen im Freistaat.
http://www.metatag.de/webs/fdp/bayern/files/downloads/pdf/Dokumente_Landes-FDP/Flyer/flyer.bildung.pdf 

Die FDP im Elbflorenz Dresden sieht hier dann auch näher an der Hamburger CDU (und damit auch an den bösen Klassenkämpfern auf der linken Seite) als an den Parteikollegen stromabwärts. Link1 Link2

Freitag, 7. Mai 2010

AStA gewählt, konstituierende Sitzung um 03:00 abgebrochen

    Nicht immer einer Meinung: Das Stupa-Präsidium

Hier noch ein wenig Berichterstattung durch die Piraten HSG
http://piratenpad.de/ep/pad/view/ro.EHS7ZpwyBAp/latest




Donnerstag, 29. April 2010

Sonntag, 25. April 2010

Dokumentiert: Piraten-Ticker der letzten Sitzung

- Live-Ticker aus der 1. Stupa-Sitzung der Legislatur 2010/11 der Uni Hamburg --
-- gemeinsam verfasst von Nils, Lian (beide Parlamentarier, Piraten-HSG) und Michael (Gast, Piraten-HSG) --
 
18:44 AStA-Koalition setzt Filmverbot durch, gegen den Kompromissvorschlag, jeden Redner einzeln zu fragen - Damit wäre es das einzige Parlament welches die Öffentlichkeit ausschließt und keine Presse/Film/Fotos zulässt.
 
18:47 Pause zur "Durchsetzung des Willens des Parlaments" - Haufen um die Kamera
 
18:53 Im Grußwort des Präsidiums lobt Silvan (Jura-Liste) das häufige Zusammentreten; Gunhild (Liste LINKS), dass zu selten getagt wurde.
 
19:00 Aus dem BAE kommt Kritik an Silvans "autoritärem Stil" der Führung des Präsidiums. Silvan sieht "persönliche Unterstellung" und moniert, dass Redezeiten überschritten worden sind, insbesondere seien Redezeitüberschreitungen aus dem BAE "keine Demokratie". Gejohle und stürmischer Applaus aus dem AStA-Block. Läuft irgendwie auf persönliche Anfeindungen hinaus. Silvan behauptet, vom Podium aus ein "persönliches, vom Parlament geduldetes Privatgespräch" zu führen.
 
19:05 Es wird sich über die Form der Protokolle des scheidenden Präsidiums beschwert: Es seien nur Ergebnisprotokolle abgeliefert worden. Wir Piraten können das bestätigen, die Protokolle waren zu knapp und nicht hilfreich.
 
19:19 Rechenschaftsbericht des AStA steht an - Präsident lehnt Anträge mit der Begründung "is nich vorgesehen" ab. Michael findet: Silvans Art der Versammlungsleitung grenzt nicht mehr nur an Arroganz. Das Vorgehen des Parlaments wird scheinbar freundschaftlich zwischen Silvan und Severin (Juso-HSG) abgestimmt, der Bericht soll vertagt werden. Till (Liste LINKS) fordert den Geschäftsbericht gemäß der Geschäftsordnung ein. Severin lässt sich auf einen zweiminütigen Bericht ein und berichtet von der Setzung der Stolpersteine vor dem ESA 1 heute morgen und "einiger Büroarbeit" in den letzten Monaten.
 
19:30 Zitat Severin zu seiner Rede bei der Setzung der Stolpersteine: Zum Glück leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat, und nicht "in einer faschistischen Diktatur, wo man nicht sagen darf, 'Ich find' das ein bisschen komisch hier', weil man dann gleich ins KZ kommt."
 
19:33 Das BAE führt den hoch tendenziösen und unobjektiven Panorama-Bericht zur Hamburger Schulreform im Rahmen einer Diskussion um die Schulreform von CDU und GAL vor. Dieses Stück "Journalismus" ist kalter Kaffee. An den schönsten Stellen des Berichts (Stichwort "akademisches Proletariat") brandet satirischer Jubel auf.
 
19:39 Der Saal wird wieder beleuchtet. Betretenes Schweigen.
 
19:40 In einem Redebeitrag gibt Till bekannt, dass der Beitrag gekürzt war (war mir nicht aufgefallen) und erkennt "Antikommunismus" in den Argumenten Walter Scheuerls.
 
19:41 Ein paar Plätze weiter haben die nicht-mehr-Parlamentarier des RCDS Bier verschüttet.
 
19:43 Beifall für Tills Forderung nach einer neuen Widerstandskultur der Verfassten Studierendenschaft. Ein zweiter Redebeitrag für die sechsjährige Primarschule findet Beifall.
 
19:47 Jan (Campus-Grün) stellt fest, dass die gesamte Fakultät ErzWiss die sechsjährige Primarschule unterstützt. Die einzigen die Schulreform ablehnenden Parteiei seien die NPD und die FDP. Beifall für seinen Beitrag, kindisches Gepöbel von Seiten der Ex-RCDS-Fraktion.
 
19:55 Aus dem BAE kommt ein weiterer Redebeitrag in Verteidigung des längeren gemeinsamen Lernens. Beifall.
 
19:56 Rebo plädiert dafür sich am Diskurs zu beteiligen.
 
20:04 Antrag von Till zur Einfügung eines AStA-Programms. Vom RCDS: "Ich glaube nicht, dass wir das beschließen". Till argumentiert: Wer AStA-Vorstand werden will, möge ein Programm vorlegen. Außerdem muss eine GO beschlossen werden, bevor das Präsidium GO-gemäßg gewählt werden kann.
 
20:05 Laut Silvan hätte man "sich schon auf ein Verfahren geeinigt" - Wer hat das bitte getan?!
 
20:06 Antrag auf Vorziehen des TO "Beschluss eines AStA-Programms" sei abgelehnt - Nils (Pirat) fordert Auszählung. Auszählung ergibt: Antrag tatsächlich abgelehnt.
 
20:08 Abstimmung zu Vorziehen des Tausch von GO-Beschluss und Präsidiums-Wahl. AStA-Block stimmt geschlossen dagegen - warum?!
 
20:09 Fraktionspause bis 20:20 beantragt und gewährt.
 
20:22 GO-Beschluss nun doch vor die Präsidiumswahl gezogen. (Warum? Nun ja. Muss eh so sein.)
 
20:23 Auf Kritik an einer nicht erfolgten Auszählung meint Silvan genervt: "Das ist doch immer das gleiche." Intransparenz rules surpreme.
 
20:24 Lemminghaftes Handheben von Seiten des AStA-Blocks: So sieht Fraktionszwang 2010 aus.
 
20:25 Jetzt Feststellung der Beschlussfähigkeit. Namentlicher Ausruf mit Hindernissen (Raucher stehen vor der Tür).
 
20:28 Alle 47 Parlamentarier anwesend.
 
20:30 Beifall für die Anmerkung, dass der Wortlaut eines Antrags im letzten Protokoll fehlt. Silvan weist darauf hin, dass ein Ordner im Präsidium existiert. Das ist das 21. Jahrhundert!
 
20:35 5 Minuten Pause, dann gehts los mit TOP 1: Beschluss der alten GO und Änderungsanträge. Grüne, ReBo und Piraten besprechen sich mit dem BAE bezüglich der Satzungsänderungen.
 
20:53 Die "5 Minuten" von vor 18 Minuten dauern an.
 
20:57 Die LHG hat laut Silvan einen "ganz kurzen Antrag zur Video-Geschichte". Wollen die "liberalen" etwa die Dokumentation der demokratischen Vorgänge verbieten?
 
21:10 Es zeichnet sich ab, dass der AStA-Block die Satzung ignoriert und gegen eine Vergrößerung des Präsidiums stimmt.
Ergebnis der Abstimmung: Abgelehnt mit Blockmehrheit. Die Schafe haben brav das Händchen gehoben, Hirnaktivität nicht festzustellen.
 
21:13 Endgültiger Stillstand der Hirnaktivität - AStA-Block stimmt gegen die Verfügbarmachung von Protokollen in elektronischer Form.
 
21:15 Wir sind bei der simplen Blockierung der "Opposition" angekommen. Selbst für eine Gegenrede ist sich der AStA zu schade.
 
21:30 Namentliche Abstimmung über Antrag 7: Namensänderung des Ausschusses gegen "Rechts- und anderen Extremismus" in "Ausschuss für antifaschistische Politik" mit 22:25:0 Stimmen abgelehnt. Applaus aus dem AStA-Block.
 
21:40 Eindeutige Mehrheit für die Verlängerung der Fraktionspausen von 10 auf 15 Minuten. SIEG!
 
21:46 Antrag von Regenbogen, Video- und Filmaufnahmen zukünftig per GO bei StuPa-Sitzungen zuzulassen.
 
21:47 Severin (JuSo) stellt Gegenantrag, die Entscheidung dem Satzungs- und Geschäftsordnungsausschuss zu übertragen. Eine Gegenrede von Lian (Piraten) wird wieder zurückgezogen.
 
22:00 Handschriftlicher Antrag der LHG zur Abschaffung der aktuellen Stunde bzw. eine Durchführung nur bei Mehrheit.
CampusGrün argumentiert, dass die aktuelle Stunde ein Recht der Opposition sei und beantragt daher einen Kompromiss auf Durchführung bei Zustimmung von 20% der Stimmen.
Keine Überraschung beim Ergebnis. Erschreckend allerdings das offensichtlich gewünschte Stillstellen der Opposition.
 
22:16 Auch rein formale Änderungen der GO lehnt die AStA-Koalition geschlossen ab.
 
22:23 Neue GO des StuPa mit 25:22:0 angenommen. Nils (Piraten) beantragt die Vereinbarkeit von GO und Satzung dem Ältestenrat gem. Art. 29 der Satzung zur Beratung vorzulegen. Wurde aber abgelehnt da kein gültiger GO. Hierzu bedarf es der Einführung eines TOP.
 
22:59 Nach zwei Fraktionspausen beruft die Juso-HSG eine weitere 15-min.-Fraktionspause ein.
 
23:13 Nach Michaels Rechnung sind wir mit den 20 TOPs in circa 45 Stunden fertig. Ohne Schlaf!
 
23:18 Die Listen für die Präsidiumswahl stehen. Es gibt eine Liste für die Vernunftskoalition und zwei Oppositionslisten.
 
23:20 Die Piraten begrüßen Grüne an ihrer Seite in der Sitzordnung. 
 
23:23 Liste A (Vernunftskoalition) stellt sich vor. Severin fängt an. Schonmal was von Ladies first gehört? Severin beteuert den Willen, eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Opposition zu fördern (hat man ja gesehen). Trotzdem spricht er nach links von "eurer Seite".
 
23:32 Gunhild spricht für Liste B (Liste Links, ReBo). Leider größtenteils zusammenhangslos - die Kampfbegriffe "Demokratisierung", "Blockbildung" etc. sind bereits gefallen.
 
23:36 Vorstellung der Liste C (CampusGrün, Piraten) durch Katja (CG) und Nils (Piraten).
 
23:44 20 minütige Fragerunde an die Präsidiumskandidaten. Michael (Piraten) hakt nochmal nach, warum der Antrag auf Bereitstellung der StuPa-Protokolle in elektronischer Form von Seiten der Vernunft abgelehnt wurde.
 
23:56 Die Antwortrunde beginnt und verspricht lang zu werden angesichts der geschätzten 30 Fragen.
 
00:05 Severin klammert die Frage nach elektronischen Protokollen (mehr oder weniger) geschickt aus und beteuert weiterhin seinen starken Willen zur Zusammenarbeit mit der Opposition. Doch Taten sprechen lauter als Worte. Auf konkrete Nachfrage meint Severin: Den Antrag hätte man vorher absprechen können. Auf den Hinweis hin, dass die Anträge im Vorfeld eingegangen sind, meint er: "Ja, vielleicht eine Woche vorher." Ansonsten stünden "rechtliche Überlegungen" dagegen, Online-Protokolle zu fordern. Aha. Aber wir sind ja keine Juristen... Halt, sind wir doch! Wir sind ja auch nur zwei Jurastudierende, die in der Piraten-HSG Fraktion sitzen. Also 100%.
 
00:14 Gunhild (Liste Links) propagiert militanten Pazifismus. Die Zwischenfrage von CampusGrün, was dies bedeute, wird mit der Bemerkung "auch strukturelle Gewalt, zum Beispiel jemanden aus dem Konzept zu bringen" beantwortet.
 
00:16 Die Fragerunde geht mit ätzenden persönlichen Kommentaren weiter.
 
00:22 Auftritt Severin! Müntefering trägt eine Träne im Knopfloch angesichts dieser Rethorik.
 
00:24 Jonathan (ReBos) hält ein Spruchband hoch in die Luft: "Ich will will ein Kind von dir, Severin" Da muss er sich aber hinten anstellen.
 
00:25 Till: Bitte keine Kringel um die Buchstaben (bei der geheimen Abstimmung zum Präsidium)
 
00:27 Die Wahlzettel werden verteilt. Es sind einfach rote leere Zettel mit Stempel. Michael wird sich im Namen der Transparenz an den Ort der Auszählung begeben und sie kritisch beobachten.
 
00:32 Die Stimmauszählung beginnt. Jetzt wird es spannend...
 
00:36 Verkündung des Wahlergebnisses: 25 Stimmen für Liste A, 11 Stimmen für Liste B, 10 Stimmen für Liste C, eine Stimme schien ungültig zu sein, weil der Name einer Kandidatin anstatt ihrer Liste auf dem Stimmzettel steht.
Proteste werden laut, es genüge, dass der Wählerwille klar erkennbar sei.
CampusGrün beantragt eine erneute Durchführung der Wahl.
 
00:38 Die Wahl wird angezweifelt, da nach Beginn der Auszählung eine Stimme zusätzlich eingereicht wurde. Dies haben Michael und mindestens zwei andere Parlamentarier beobachtet. Aber natürlich: Die Stimme kam aus dem AStA-Block, von Moritz (LHG). Wie wird das Präsidium nur entscheiden...?
 
00:40 Das Präsidium kann nicht einmal eine Wahl mit 47 Leuten ordungsgemäß durchführen. Iranische Zustände...
 
00:51 Die Präsidiumswahl wird gem. § 49 GO analog wiederholt, da nach Urnenschluss noch ein Wahlzettel hinzugefügt wurde. Die "Where's My Vote"-Bewegung obsiegt!
 
00:55 Protest gegen die Neuwahl von linker Seite mit dem Argument, § 49 GO sei hier auch nicht mittelbar anwendbar. Das Präsidium lässt sich davon nicht beeindrucken.
 
00:58 Diesmal gibts grüne Zettel.
 
01:06 Neuer Wahlgang. Stimmen werden  ausgezählt.
 
01:08 Neues Ergebnis: 25 Stimmen entfallen auf Liste A, jeweils 11 Stimmen jeweils auf Liste B und C. Patt. Und dieser ist nicht geregelt in der GO oder der Satzung. Wir hatten ja den Antrag eingebracht, wie Thies (ReBo) extrem lautstark anmerkt ("Jetzt haben wir die Scheiße!").
 
01:11 Till (Liste Links) beantragt ein Losverfahren.
 
01:12 Fraktionspause von Regenbogen
 
01:34 Zweites mal Neuwahlen. Präsidium will §57 II GO analog anwenden.
 
01:35 Till (Liste Links) widerspricht diesem, da man diese Analogie nicht anwenden könnten.
Lösung: Satzungkonform wäre die Übernahme beider Kandidaten und somit ein mit 4 Personen besetztes Präsidium.
 
01:36 Das Präsidium will Tills Antrag nicht abstimmen lassen, nach Diskussion findet doch eine Abstimmung statt. Vernunft stimmt geschlossen gegen den Antrag.
 
01:42 Neuer Wahlgang mit blauen Zetteln.
 
01:51 Wir haben ein Ergebnis! Liste A: 25 Stimmen, Liste B: 9 Stimmen, Liste C: 13 Stimmen.
Damit heißen die neuen Präsidiumsmitglieder: Séverin Pabsch (Juso-HSG), Florian Steen (JuraListe) und Katja Weiden (CampusGrün)
 
02:00 Fraktionspause für WiWi Liste. Es geht um 02:20 weiter.
 
02:20 Die EPBListe entscheidet sich für eine weitere Fraktionspause.
 
02:32 Severin, als frischgebackenes Präsidiumsmitglied, behauptet, GO-Anträge könnten die Tagesordnung nicht ändern. Dazu findet sich keine Grundlage.
 
02:34 Piraten beantragen eine erneute Fraktionspause.
 
02:48 Nils (Piraten) beantragt gem. §34 I Nr. 4 GO darüber abzustimmen, die Klärung der Satzungskonformität dem Ältestenrat zur Entscheidung vorzulegen. Dieser Antrag wurde ohne Gegenrede angenommen.
 
02:51 Vernunft beantragt Unterbrechung der Sitzung aufgrund der fortgeschrittenen Zeit.
 
02:54 Die Sitzung ist nach Mehrheitsbeschluss des StuPa unterbrochen. Die Sitzung soll Donnerstag in zwei Wochen "fortgesetzt" werden. Lauter Widerspruch von ReBo.
 
02:55 Die Schlacht ist vorbei. Over und out.
 
 
 

Freitag, 16. April 2010

Dokumentiert: SDS zur Konstituierenden Sitzung

Das Zeitalter der "Vernunft" geht weiter

Am Donnerstag den 22. 4. tritt das neue Studierendenparlament zusammen. Nach der Absage der GeiWi-Liste an einen neuen AStA und ihre Entscheidung zugunsten der "Vernunft" sieht es wohl so aus, als ob die Juso-JuLi-Truppe wieder ihre knappe Mehrheit zustande bekommt. (http://stupanews.wordpress.com/2010/03/16/dokumentiert-die-geisteswissenschaften-liste-koaliert-mit-der-vernunft/) Trotzdem (oder gerade deshalb) lohnt es sich zu kommen und sich das Spektakel anzusehen.

22. 4., ab 18.00 Uhr, Hörsaal Erziehungswissenschaften (VMP 8)


http://dielinkesdsunihamburg.blogspot.com/2010/04/das-zeitalter-der-vernunft-geht-weiter.html

Via Email: Lenzens Einstand im Akademischen Senat mit Torte


Dazu sei angemerkt, dass die Torte ob ihres schönen Designs nicht vom AStA stammt.

Donnerstag, 15. April 2010

Gummibärchen-Verbot -- Allerlei Erheiterndes von Liste LINKS via privacybox

Zitat aus dem aktuellen Verschlimmbesserungsvorschlag von Liste LINKS zur Arbeit des Studierendenparlaments:

Wahlen
Die StuPa-Wahl bildet den Höhepunkt des politischen Jahres (meist findet zeitgleich die Wahl zum Akademischen Senat statt). Das Präsidium bemüht sich um eine hohe und qualifizierte Wahlbeteiligung durch Aufklärung über die Wahl im allgemeinen und über die kandidierenden Listen. Es befördert einen fairen, argumentativen Wahlkampf etwa durch politisch durchdachte und gut angekündigte Listenvorstellung(en). Gummibärchen werden verboten*.
Bei der Durchführung der Wahl kooperiert das Präsidium eng mit Fachschaftsräten und anderen Aktiven (manchmal auch mit Rechtsanwälten und der Rechtsabteilung der Uni).



Hierzu ein tiefer Griff in den Phrasenwortschatz bundesrepublikanischer Geschichte:
  Gummibärchen muss eine Demokratie aushalten.


* = Gemeint ist hiermit eine durchaus übliche Praxis einzelner Listen im Wahlkampf Süßigkeiten an die Wahlwerbung zu heften.





Sonntag, 11. April 2010

Dokumentiert: EINLADUNG zur Feierstunde anlässlich der Verlegung von zehn „Stolpersteinen

8. April 2010

EINLADUNG

zur Feierstunde anlässlich
der Verlegung von zehn „Stolpersteinen“
für die Opfer des Nationalsozialismus an der Hamburger Universität
am 22. April 2010, 10.30 Uhr
auf dem Bürgersteig der Edmund-Siemers-Allee
vor dem Hauptgebäude der Universität




Es sprechen:

Peter HESS
Projekt „Stolpersteine in Hamburg“

Ole von BEUST
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Maria JEPSEN
Bischöfin der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche
und Schirmherrin des Projekts „Stolpersteine in Hamburg“

Dieter LENZEN

Präsident der Universität Hamburg

Séverin PABSCH

Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses

Gunter DEMNIG
Künstler und Initiator der „Stolpersteine“




Die Feierstunde ist eine gemeinsame Veranstaltung des Projekts „Stolpersteine in Hamburg“ und der Universität. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang im Foyer vor dem Agathe-Lasch-Hörsaal statt (Hauptgebäude der Universität, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal B).

Den Mitgliedern unserer Universität, die durch ihre Spende die Patenschaft der Universität für die zehn „Stolpersteine“ begründet haben, gilt unser aufrichtiger Dank. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, der Verlegung beizuwohnen, und freuen uns, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, Studentinnen und Studenten durch ihre Teilnahme dazu beitragen, die Erinnerung an die universitären Opfer des Nationalsozialismus als Mahnung für die Gegenwart und Verpflichtung für die Zukunft wachzuhalten.


Prof. Dr. Dieter Lenzen               Prof. Dr. Gabriele Löschper

Prof. Dr. Holger Fischer              Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl           Dr. Katrin Vernau

– Das Präsidium der Universität Hamburg –

Donnerstag, 25. März 2010

Uni-Umzug wird als Thema nicht beliebter


Immerhin sprach die Senatorin jüngst nur noch davon das Szenarien "niemals fertige Konzepte" seien.

Die Idee eines Teilumzugs geistert dennoch weiter durch die Köpfe.

So scheibt heute die WELT:


Teilumzug stößt auf Kritik

25. März 2010, 04:00 Uhr
Der Senat und seine Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) werden für ihre Pläne, die Universität Hamburg teilweise in den Hafen zu verlegen, kritisiert. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen: Der Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft will im Juni den Uni-Präsidenten Dieter Lenzen anhören, bevor die Fraktionen sich festlegen.Kritik gibt es von der SPD: Sie warf Gundelach "politisches Schmierentheater" vor. .
Der Senat und seine Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) werden für ihre Pläne, die Universität Hamburg teilweise in den Hafen zu verlegen, kritisiert. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen: Der Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft will im Juni den Uni-Präsidenten Dieter Lenzen anhören, bevor die Fraktionen sich festlegen.

Kritik gibt es von der SPD: Sie warf Gundelach "politisches Schmierentheater" vor. Auch die Studentenvertretung AStA nennt einen Teilumzug "schädlich". link:  http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6918856/Teilumzug-stoesst-auf-Kritik.html Bissel geiler zu lesen ist in dieser Sache aber natürlich das universitätspolitische Qualitäts-Postille BILD: http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg/aktuell/2010/03/24/uni-umzug-vom-tisch/senatorin-herlind-gundelach-kann-sich-nicht-durchsetzen.html Auch Nett zur Thematik, die SHZ: http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/artikeldetail/article/111/der-grosse-uni-umzug-ist-vom-tisch.html

Mittwoch, 24. März 2010

Samstag, 20. März 2010

Piraten, GeiWis und "ein Angebot das man nicht ablehnen kann"



Wie sieht eigentlich ein Angebot aus, dass man nicht ablehnen kann?

Ein solches vermutet nämlich die Hochschulgruppe der Piraten an der Uni Hamburg.
Sören Faika, Spitzenkandidat der Geiwi-Liste findet hierzu in der Piraten-Kommentarspalte erste erklärende Worte:


"Und ja, natürlich wurde uns ein Angebot gemacht. Genauer gesagt, wurde wir gefragt was wir wollen und was wir können. Und dann wurde besprochen wie das mit den Vorstellungen zusammen passt, die bei den anderen Listen vorliegen.
Das Gleiche lief auch bei den Gesprächen mit Grün, Rebo, Piraten und Linke.SDS ab.
Was bringt es Realitäten verzerrt in der Öffentlichkeit darzustellen ? Es verhindert offenes Denken."

Donnerstag, 18. März 2010

Dokumentiert: JuraListe erfreut über Geiwis-Entscheidung

18.03.2010
"Die Geisteswissenschaften-Liste koaliert mit der Vernunft"
Karge: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!"
JuraListe begrüßt Entscheidung der Geisteswissenschaften-Liste

"Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit der Geisteswissenschaften-Liste in der kommenden Legislatur!" So reagierte die JuraListe-Vorsitzende Alexandra Karge auf die Entscheidung der Geisteswissenschaften-Liste am Dienstag. "Wir sind hoch erfreut über das Bekenntnis der Geisteswissenschaften-Liste zu pragmatischer AStA-Politik! Aus Sicht der JuraListe stellt die jetzige AStA-Koalition die einzige zulässige Entscheidung dar."

Seit der Wahl zum Studierendenparlament im Januar führte die Geisteswissenschaften-Liste Sondierungsgespräche mit den Listen des Studierendenparlaments. Am Dienstag entschied sich die Liste schließlich zur Koalition mit den jetzigen AStA-Listen.

Mittwoch, 17. März 2010

Via privacy-box: Geiwi-Liste koaliert mit "Vernunft"


Angemerkt sei, dass die "Vernunft" (Synonym Kryptonym Pseudonym der amtierenden AStA-Koalition) auch mit den Stimmen der Geiwi-Liste keine Mehrheit hat. Jusos, LHG, Wiwi- und Jura- und Mediziner-Liste erreichen gemeinsam mit den GeiWis-Stimmen 23 Sitze. Interessant wird an dieser Stelle sein, welche der in der Opposition befindlichen Listen sich ebenfalls in Richtung einer Zusammenarbeit entscheiden. Hoch im Kurs steht hier die erstmals angetretene EPB-Liste. Im Vorjahr hatte es Gespräche mit CampusGrün gegeben, welche allerdings scheiterten.

Samstag, 13. März 2010

Hochschulrat und Lenzen im Kampf gegen für "Personalautonomie"

http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/pr/2/21/pm/2010/pm18.html

Dienstag, 9. März 2010

Dokumentiert: Taz berichtet über die Situation der studentischen Beschäftigten

Wenn die Uni nicht zahlt

VERWALTUNGS-CHAOS Die Uni kommt mit der Verlängerung von Verträgen studentischer Mitarbeiter nicht nach. Die Folge: kein Geld, keine Tutorien
Die Neustrukturierung der Hamburger Hochschullandschaft sollte die Lehre an den Hamburger Universitäten eigentlich verbessern. Mehr Tutorien und längere Bibliotheks-Öffnungszeiten waren eines der Hauptziele, die dabei offiziell anvisiert wurden. Viele der studentischen Beschäftigten der Universität Hamburg, die diese Verbesserungen in der Lehre möglich machen, haben jedoch seit Beginn dieses Jahres keine Löhne mehr erhalten. Ein Teil der Tutorien findet daher nicht mehr statt und auch die Öffnungszeiten verschiedener Bibliotheken mussten bereits verkürzt werden. Schuld daran ist offensichtlich das Chaos in der Universitätsverwaltung.
Eine studentische Beschäftigte aus dem Fachbereich Slavistik sagt, dass sie seit Beginn des Semesters auf ihre Bezüge wartet. Ihrer Information nach sollen die ausstehenden Gehälter ab März sukzessive nachgezahlt werden. Das Problem liege bei den Arbeitsverträgen. Die Verträge könnten aufgrund von Personalkürzungen in der Verwaltung der Universität nicht verlängert werden.
Offensichtlich besteht das Problem in der gesamten Geisteswissenschaftlichen Fakultät. Frank Golczewski, Sprecher des Historischen Seminars, sagt, das Hauptproblem liege in der Umstrukturierung der Verwaltung. "Früher wurde alles dezentral bearbeitet, jetzt läuft alles über die Fakultätsverwaltung", erklärt er das Problem. Derzeit "arbeitet die Verwaltung alles ab, und das dauert", so Golczewski weiter. Der "bürokratische Aufwand" sei nach der Umstrukturierung "immens gestiegen".
Auch in anderen Bereichen der geisteswissenschaftlichen Fakultät bestehen die Probleme. Ein Junior-Professor am Institut für Slavistik klagt: "Wir haben fristgerecht die Vertragsverlängerungen für unsere studentischen Beschäftigten weitergereicht, aber diese konnten nicht bearbeitet werden." Auch der Asta-Vorsitzende Séverin Pabsch bestätigt: "Es ist ein Riesenproblem."
Die von dem Bearbeitungsstau betroffenen Studenten haben sich zusammengeschlossen. Sascha Schulz, Sprecher der "Initiative der studentischen Beschäftigten an der Uni Hamburg", bestätigt, dass im Oktober 2009 "annähernd 400 Verträge für studentische Beschäftigte nicht rechzeitig ausgefertigt werden konnten". Auf der Vollversammlung der Universität Hamburg im Januar, trat die Initiative daher für einen Tarifvertrag ein, der ihnen eine rechtliche Handhabe in solchen Fällen gegenüber der Universitätsleitung ermöglichen soll.
Uni-Pressesprecherin Birgit Kruse räumte Probleme in der Verwaltung zum Teil ein. "Durch Überlastung bei der Abrechnung ist es vorübergehend in einigen Fällen zu Verzögerungen gekommen", so Kruse. Der Engpass sei mittlerweile jedoch behoben worden. Allerdings sind derzeit etwa im Fachbereich Geschichte mehrere Verträge noch nicht verlängert. RALF HESS

Link

Dienstag, 2. März 2010

Lenzen: HA berichtet, FDP "desavouriert" Gundelich

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1402374/Eimsbuettel-atmet-auf-CDU-will-Uni-am-alten-Standort-halten.html

Uni-Umzug in den Hafen abgesagt - Rolf Salo: Senatorin Gundelach "desavouiert"

Mit der Ablehnung eins kompletten Uni-Umzugs in den Hafen habe Hamburgs neuer Uni-Präsident Dieter Lenzen die Reißleine gezogen, erklärt Rolf Salo, Landesvorsitzender der Hamburger Liberalen.

„Die vorgesehenen Flächen im Hafen bleiben damit der wirtschaftlichen Nutzung vorbehalten und bilden eine wichtige Expansionsreserve. Der Traum vom 4-Milliarden-Umzugsabenteuer ist damit für Senatorin Herlind Gundelach ausgeträumt. Für die meisten Experten war er ohnehin ein Albtraum!"

Salo erinnert daran, dass die Liberalen immer die Uni als wichtiges Element der gewachsenen, urbanen Strukturen am jetzigen Standort betrachtet und vor den unübersehbaren Folgen eines Komplett-Umzugs gewarnt hätten.

„Die Uni in der Stadt ist ein sichtbares Bekenntnis zur zentralen Bedeutung von Wissenschaft und Forschung in der Metropole Hamburg. Wer die Uni an den Rand drängen will, versteht nichts von der Stadt und ihren Lebensgrundlagen!" 
 
 
 
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desavouieren (Verb)

Bedeutungen:
[1] leugnen, widersprechen, nicht anerkennen
[2] bloßstellen, herabwürdigen, im Stich lassen, brüskieren
[3] herausdrängen, entfernen

1949: Uni Hamburg lehnt längeres gemeinsames Lernen ab

Montag, 1. März 2010

Sayonara, Sensei Lenzen

Zum Geleit:

" In Japan wird so lange diskutiert, bis nicht mehr abgestimmt werden muss, manchmal zwei Tage. Das ist auf die Mentalität hier nicht übertragbar, wir müssen daher neue Formen in der echten Teilhabe finden."
Dieter Lenzen

Ein guter Journalist hätte an dieser Stelle eingehakt: "Kennen Sie die FSRK, Herr Lenzen?"

http://fsrk.de/

Der Lenz ist da [Interview HA]

Habe in  der Mittagspause mal den Abendblatt-Artikel für die geneigte Leserschaft abgetippt. Dankt mir!!

Hamburger Abendblatt: Herr Lenzen, heute ist Ihr erster Arbeitstag als Präsident der Universität Hambur
Hamburg. Hamburger Abendblatt: Herr Lenzen, heute ist Ihr erster Arbeitstag als Präsident der Universität Hamburg. Steht noch ein Bild vom Berliner Alexanderplatz auf Ihrem Schreibtisch?
Dieter Lenzen: Nein, wir räumen noch Aktenordner in die Regale. Leider ist mein Zimmer sehr dunkel. Wir versuchen nun, mehr Licht hineinzubringen. Das können Sie gern auch metaphorisch sehen: Das Bild der Universität Hamburg wird als zu düster wahrgenommen. Nach einigen Gesprächen und der Sichtung vieler Fakten weiß ich aber: Sie hat Großartiges zu bieten.
Abendblatt: Richten Sie sich nur vorübergehend ein, bis zu einem Umzug auf den Kleinen Grasbrook?
Lenzen: Die Diskussion um den künftigen Standort der Universität ist deshalb so emotional und problematisch geworden, weil offenbar immer nach Radikallösungen gesucht wird: Alles soll entweder bleiben oder umziehen. Stattdessen muss man schauen, was andere Universitäten bei Platzproblemen gemacht haben: Die 1810 gegründete Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin etwa war nach 100 Jahren zu klein. Man hat dann in Dahlem, damals noch Obstbaugelände, einen Forschungscampus errichtet. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, die gesamte Uni zu verlagern! Ähnliches gilt in München für den Standort Garching.
Abendblatt: Das Plädoyer der Wissenschaftssenatorin für einen Komplettumzug ist also, sagen wir, außergewöhnlich?
Lenzen: Die Möglichkeit eines Komplettumzugs fällt einem zumindest nicht unbedingt als Erstes ein. Für uns ist wichtig, dass die Wissenschaft funktioniert. Für diese Aufgabe wurde ich gewählt als Vertreter für alle Wissenschaftsbereiche gleichermaßen. Ich sehe beispielsweise bei den Sozial- und Geisteswissenschaften die Notwendigkeit eines urbanen Umfeldes, wie es hier auf dem Campus ist. Sie beschäftigen sich mit der Gesellschaft und Kultur, die dort stattfindet. Umgekehrt gilt aber: Große Forschungsanlagen haben mitten in der Stadt keinen Platz. Standortfragen müssen sich also der Funktion unterordnen.
Abendblatt: Die Senatorin verkauft das Großprojekt als einmalige Chance.
Lenzen: Wir erwarten, dass die Stadt sich für die Wissenschaft entscheidet. Das hat Hamburg dankenswerterweise bereits getan. Nun muss aber auch Geld fließen. Das heißt: Es muss auch in bestehende Gebäude investiert werden - der aktuelle Zustand darf auf keinen Fall so bleiben.
Abendblatt: Einen Komplettumzug wird es mit Ihnen nicht geben?
Lenzen: Das kann man so nicht sagen, das kann ich auch gar nicht entscheiden. Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommen wird. Entscheidend sind die Bedarfe der Wissenschaft und die Wünsche der Universitätsmitglieder: Nennenswerte Teile der Universität müssen hier einig sein. Ich werde die Dekanate sowie die Gremien der Universität bitten, sich offiziell damit zu befassen und zu äußern. Ich rechne damit, dass entsprechend der fachspezifischen Bedarfe eine gemeinsame Stimme gefunden wird, die allen Disziplinen gerecht wird.
Abendblatt: Hat der Senat Ihnen eine bestimmte Summe zugesichert, die in Steine und Beton fließen wird?
Lenzen: Eine bestimmte Summe nicht. Wohl aber, dass es eine bauliche Erneuerung geben wird.
Abendblatt: Auch in Eimsbüttel?
Lenzen: Aus meiner Sicht müssen wir ein Signal setzen, etwa für die Geisteswissenschaften, das bedeutet: Auf dem Eimsbüttler Campus muss so etwas wie ein Leuchtturm entstehen, um zu zeigen, dass es dort vorangeht. Ein inhaltlicher Schwerpunkt, der einen baulichen Ausdruck findet.
Der Altbau an der Edmund-Siemers-Allee, in dem jetzt das Präsidium sitzt, könnte zum kulturwissenschaftlichen Zentrum werden, inklusive Flügelbauten. Ein sichtbarer Bereich der Geisteswissenschaften im Gründungsbau der Universität. Für die Universitätsleitung können andere Räume angemietet werden, die müssen nicht repräsentativ sein.
Abendblatt: Und inhaltlich?
Lenzen: Wir müssen noch schauen, was die attraktivsten Bereiche sind. Es gibt, um nur einige Bereiche zu nennen, eine sehr starke Theologie und Religionswissenschaft, eine sehr starke Afrikanistik und starke Philologien. Ähnliches gilt für Bereiche der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der anderen Sozialwissenschaften und natürlich die Mathematik und die Naturwissenschaften sowie die Medizin. Wir haben ein breites Spektrum und werden sehen, wo Exzellenzcluster entstehen können. Dass wir das ernst meinen, müssen wir mit Gebäuden unterstreichen. Wenn die ersten Gutachter kommen, möchte ich, dass Bagger auf dem Campus sind, um zu zeigen: Hier bewegt sich was, hier entsteht etwas Neues.
Abendblatt: Laut Gutachten der Behörde ist eine Erneuerung in Eimsbüttel schwer möglich.
Lenzen: Schauen Sie sich Luftaufnahmen aus den 70er-Jahren an: Dann sehen Sie, dass ursprünglich sechseckige Gebäude mit einer sechseckigen Gartenarchitektur angelegt waren. Doch irgendwann hat man angefangen, einfach diese Hochhäuser da mittenrein zu platzieren. Charmant wäre es, wenn wir die ursprüngliche Idee wieder aufleben lassen könnten.

Abendblatt: Die Uni Hamburg bietet viele Fächer. Muss man auf einige verzichten, um andere besser zu machen?
Lenzen: Die Universität Hamburg ist nur dann eine Volluniversität, wenn sie grundsätzlich alles anbietet. Hat man, wie in Berlin, mehrere Universitäten, kann man sagen: Wenn wir hier einen Bereich wegnehmen, wird er in derselben Stadt woanders angeboten. In Hamburg gibt es aber keine zweite Volluniversität. Man kann nicht einfach reinhauen und sagen, wir reduzieren das Angebot. Die doppelte Verpflichtung lautet: Spitzen fördern und gleichzeitig eine breite Basis bauen. Das ist kein Gegensatz, auch nicht für die Wissenschaftler selbst. Es schadet einem Ausnahmephysiker nicht, wenn er eine Vorlesung für Erstsemester hält.
Abendblatt: Wie viele Drittmittel kann eine Uni aufbringen?
Lenzen: Einem Facharbeiter der Stadtreinigung würde man niemals sagen: Du musst erst die Mülltonnen beantragen, bevor du hier arbeiten kannst. Von Wissenschaftlern wird so etwas erwartet. Das hat aber auch Grenzen. Die Uni Hamburg ist mit durchschnittlich 25 Prozent Drittmittel schon jetzt sehr gut aufgestellt, das entspricht rund 90 Millionen Euro. Einige Fächer haben es mit Drittmitteln jedoch sehr schwer. Hier ist der Staat in der Pflicht.
Abendblatt: Muss die universitäre Mitbestimmung wieder gestärkt werden?
Lenzen: Was oft als "überbordende Gremienkultur" gescholten wurde, hat aber auch einen richtigen Kerngedanken: Eine Universität, die aus einer bürgerschaftlichen Initiative entstanden ist, hat eine lange demokratische Tradition, die fortgeführt werden muss. Von oben nach unten bestimmen, das werde ich schon allein deshalb nicht tun, weil es nicht funktioniert: Wer sich einbringt und ernst genommen wird, leistet auch bessere Arbeit. Man kann nicht an den Menschen vorbei entscheiden.
Abendblatt: Was meinen Sie?
Lenzen: In Japan wird so lange diskutiert, bis nicht mehr abgestimmt werden muss, manchmal zwei Tage. Das ist auf die Mentalität hier nicht übertragbar, wir müssen daher neue Formen in der echten Teilhabe finden.
Abendblatt: Die Uni Hamburg gilt mehrheitlich als sozialdemokratisch, Sie waren mal als CDU-Spitzenkandidat für Berlin im Gespräch. Sind Spannungen programmiert?
Lenzen: (Lacht) Ich bin unschuldig, wenn ich von irgendjemand für etwas für geeignet gehalten und vorgeschlagen werde. Ich lege Wert darauf, dass ich parteilich nicht gebunden bin. Regierungen kommen und gehen, die Uni bleibt.
Abendblatt: Zum 90. Geburtstag der Uni Hamburg zitierten Sie Horkheimer: "Zeit aber steht für Liebe; der Sache, der ich Zeit schenke, schenke ich Liebe; die Gewalt ist rasch." Ist das mit einem schnellen Bachelor-Studium vereinbar?
Lenzen: Gar nicht. Das Problem ist, dass zwei Traditionen in diesem System vermischt werden: Im angelsächsischen Raum wird häufig von konkreten Problemen des Alltags ausgegangen. Wer aber in Kontinentaleuropa zum Beispiel Philosophie studiert, will das Fach in seinem Kopf abbilden, zunächst ohne konkrete Anwendung. Letzteres passt nicht in die straffen Lehrpläne, die sich Deutschland nun ohne Not übergestülpt hat. Von einem Extrem, durchschnittlich 16,7 Semester, sind wir ins andere Extrem gegangen: Jetzt verlassen Anfang 20-Jährige die Uni, ohne durch Universität auch persönlich gereift sein zu können.
Abendblatt: Wie werden die Bedingungen in zwei Jahren in Hamburg sein?
Lenzen: Wir müssen schnell handeln. Es ist sinnvoll, viele Bachelor-Studiengänge auf acht Semester anzulegen. Sechs Semester sind nur für eng berufsvorbereitende Fächer sinnvoll: Bei der akademischen Erzieher-Ausbildung etwa, die wir dringend brauchen.
Abendblatt: Studiengebühren?
Lenzen: Das entscheidet die Politik, ich war schon immer dagegen. Zumal Erhebungen zeigen, dass schon geringe Gebühren abschreckend auf Studienanfänger wirken können. Ein weiteres Problem ist, dass Studiengebühren von der Politik nicht immer so eingesetzt werden wie angekündigt: Nicht zusätzlich, sondern letztlich doch als Sparmaßnahme. Würden sie wieder abgeschafft, wären das allerdings viele Millionen Euro weniger pro Jahr, sodass der Staat das kompensieren müsste.
Abendblatt: Was treibt einen 62-Jährigen dazu, eine Hochschule neu zu übernehmen?
Lenzen: "Die Freie Universität Berlin hat es in den vergangenen Jahren auf den vierten Platz nach den Universitäten in München und Heidelberg geschafft. Das war ein langer Weg: Wie damals die FU ist die Uni Hamburg in der gleichen Situation wie die FU vor zehn Jahren und wird unter Wert diskutiert. Es reizt mich, dies zu ändern.
Abendblatt: Haben Sie sich in Hamburg schon eingelebt?
Lenzen: Die Wohnungen hier sind viel teurer als in Berlin. Außerdem läuft hier vieles langsamer, was Vor-, aber auch Nachteile hat. Die Bürokratie etwa: Von meinen zunächst sieben Mitarbeitern sind fünf abgesprungen. Das Personalamt war zu unflexibel, in vielen Fällen vernünftige Verträge anzubieten. Ich sage das ganz klar: Wenn sich das nicht ändert, wird Hamburg in der Wissenschaft niemals konkurrenzfähig sein.r
g. Steht noch ein Bild vom Berliner Alexanderplatz auf Ihrem Schreibtisch?
Dieter Lenzen: Nein, wir räumen noch Aktenordner in die Regale. Leider ist mein Zimmer sehr dunkel. Wir versuchen nun, mehr Licht hineinzubringen. Das können Sie gern auch metaphorisch sehen: Das Bild der Universität Hamburg wird als zu düster wahrgenommen. Nach einigen Gesprächen und der Sichtung vieler Fakten weiß ich aber: Sie hat Großartiges zu bieten.
Abendblatt: Richten Sie sich nur vorübergehend ein, bis zu einem Umzug auf den Kleinen Grasbrook?
Lenzen: Die Diskussion um den künftigen Standort der Universität ist deshalb so emotional und problematisch geworden, weil offenbar immer nach Radikallösungen gesucht wird: Alles soll entweder bleiben oder umziehen. Stattdessen muss man schauen, was andere Universitäten bei Platzproblemen gemacht haben: Die 1810 gegründete Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin etwa war nach 100 Jahren zu klein. Man hat dann in Dahlem, damals noch Obstbaugelände, einen Forschungscampus errichtet. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, die gesamte Uni zu verlagern! Ähnliches gilt in München für den Standort Garching.
Abendblatt: Das Plädoyer der Wissenschaftssenatorin für einen Komplettumzug ist also, sagen wir, außergewöhnlich?
Lenzen: Die Möglichkeit eines Komplettumzugs fällt einem zumindest nicht unbedingt als Erstes ein. Für uns ist wichtig, dass die Wissenschaft funktioniert. Für diese Aufgabe wurde ich gewählt als Vertreter für alle Wissenschaftsbereiche gleichermaßen. Ich sehe beispielsweise bei den Sozial- und Geisteswissenschaften die Notwendigkeit eines urbanen Umfeldes, wie es hier auf dem Campus ist. Sie beschäftigen sich mit der Gesellschaft und Kultur, die dort stattfindet. Umgekehrt gilt aber: Große Forschungsanlagen haben mitten in der Stadt keinen Platz. Standortfragen müssen sich also der Funktion unterordnen.
Abendblatt: Die Senatorin verkauft das Großprojekt als einmalige Chance.
Lenzen: Wir erwarten, dass die Stadt sich für die Wissenschaft entscheidet. Das hat Hamburg dankenswerterweise bereits getan. Nun muss aber auch Geld fließen. Das heißt: Es muss auch in bestehende Gebäude investiert werden - der aktuelle Zustand darf auf keinen Fall so bleiben.
Abendblatt: Einen Komplettumzug wird es mit Ihnen nicht geben?
Lenzen: Das kann man so nicht sagen, das kann ich auch gar nicht entscheiden. Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommen wird. Entscheidend sind die Bedarfe der Wissenschaft und die Wünsche der Universitätsmitglieder: Nennenswerte Teile der Universität müssen hier einig sein. Ich werde die Dekanate sowie die Gremien der Universität bitten, sich offiziell damit zu befassen und zu äußern. Ich rechne damit, dass entsprechend der fachspezifischen Bedarfe eine gemeinsame Stimme gefunden wird, die allen Disziplinen gerecht wird.
Abendblatt: Hat der Senat Ihnen eine bestimmte Summe zugesichert, die in Steine und Beton fließen wird?
Lenzen: Eine bestimmte Summe nicht. Wohl aber, dass es eine bauliche Erneuerung geben wird.
Abendblatt: Auch in Eimsbüttel?
Lenzen: Aus meiner Sicht müssen wir ein Signal setzen, etwa für die Geisteswissenschaften, das bedeutet: Auf dem Eimsbüttler Campus muss so etwas wie ein Leuchtturm entstehen, um zu zeigen, dass es dort vorangeht. Ein inhaltlicher Schwerpunkt, der einen baulichen Ausdruck findet.
Der Altbau an der Edmund-Siemers-Allee, in dem jetzt das Präsidium sitzt, könnte zum kulturwissenschaftlichen Zentrum werden, inklusive Flügelbauten. Ein sichtbarer Bereich der Geisteswissenschaften im Gründungsbau der Universität. Für die Universitätsleitung können andere Räume angemietet werden, die müssen nicht repräsentativ sein.

Abendblatt: Und inhaltlich?
Lenzen: Wir müssen noch schauen, was die attraktivsten Bereiche sind. Es gibt, um nur einige Bereiche zu nennen, eine sehr starke Theologie und Religionswissenschaft, eine sehr starke Afrikanistik und starke Philologien. Ähnliches gilt für Bereiche der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der anderen Sozialwissenschaften und natürlich die Mathematik und die Naturwissenschaften sowie die Medizin. Wir haben ein breites Spektrum und werden sehen, wo Exzellenzcluster entstehen können. Dass wir das ernst meinen, müssen wir mit Gebäuden unterstreichen. Wenn die ersten Gutachter kommen, möchte ich, dass Bagger auf dem Campus sind, um zu zeigen: Hier bewegt sich was, hier entsteht etwas Neues.
Abendblatt: Laut Gutachten der Behörde ist eine Erneuerung in Eimsbüttel schwer möglich.
Lenzen: Schauen Sie sich Luftaufnahmen aus den 70er-Jahren an: Dann sehen Sie, dass ursprünglich sechseckige Gebäude mit einer sechseckigen Gartenarchitektur angelegt waren. Doch irgendwann hat man angefangen, einfach diese Hochhäuser da mittenrein zu platzieren. Charmant wäre es, wenn wir die ursprüngliche Idee wieder aufleben lassen könnten.
Mehr zum Thema

Abendblatt: Die Uni Hamburg bietet viele Fächer. Muss man auf einige verzichten, um andere besser zu machen?
Lenzen: Die Universität Hamburg ist nur dann eine Volluniversität, wenn sie grundsätzlich alles anbietet. Hat man, wie in Berlin, mehrere Universitäten, kann man sagen: Wenn wir hier einen Bereich wegnehmen, wird er in derselben Stadt woanders angeboten. In Hamburg gibt es aber keine zweite Volluniversität. Man kann nicht einfach reinhauen und sagen, wir reduzieren das Angebot. Die doppelte Verpflichtung lautet: Spitzen fördern und gleichzeitig eine breite Basis bauen. Das ist kein Gegensatz, auch nicht für die Wissenschaftler selbst. Es schadet einem Ausnahmephysiker nicht, wenn er eine Vorlesung für Erstsemester hält.
Abendblatt: Wie viele Drittmittel kann eine Uni aufbringen?
Lenzen: Einem Facharbeiter der Stadtreinigung würde man niemals sagen: Du musst erst die Mülltonnen beantragen, bevor du hier arbeiten kannst. Von Wissenschaftlern wird so etwas erwartet. Das hat aber auch Grenzen. Die Uni Hamburg ist mit durchschnittlich 25 Prozent Drittmittel schon jetzt sehr gut aufgestellt, das entspricht rund 90 Millionen Euro. Einige Fächer haben es mit Drittmitteln jedoch sehr schwer. Hier ist der Staat in der Pflicht.
Abendblatt: Muss die universitäre Mitbestimmung wieder gestärkt werden?
Lenzen: Was oft als "überbordende Gremienkultur" gescholten wurde, hat aber auch einen richtigen Kerngedanken: Eine Universität, die aus einer bürgerschaftlichen Initiative entstanden ist, hat eine lange demokratische Tradition, die fortgeführt werden muss. Von oben nach unten bestimmen, das werde ich schon allein deshalb nicht tun, weil es nicht funktioniert: Wer sich einbringt und ernst genommen wird, leistet auch bessere Arbeit. Man kann nicht an den Menschen vorbei entscheiden.
Abendblatt: Was meinen Sie?
Lenzen: In Japan wird so lange diskutiert, bis nicht mehr abgestimmt werden muss, manchmal zwei Tage. Das ist auf die Mentalität hier nicht übertragbar, wir müssen daher neue Formen in der echten Teilhabe finden.
Abendblatt: Die Uni Hamburg gilt mehrheitlich als sozialdemokratisch, Sie waren mal als CDU-Spitzenkandidat für Berlin im Gespräch. Sind Spannungen programmiert?
Lenzen: (Lacht) Ich bin unschuldig, wenn ich von irgendjemand für etwas für geeignet gehalten und vorgeschlagen werde. Ich lege Wert darauf, dass ich parteilich nicht gebunden bin. Regierungen kommen und gehen, die Uni bleibt.
Abendblatt: Zum 90. Geburtstag der Uni Hamburg zitierten Sie Horkheimer: "Zeit aber steht für Liebe; der Sache, der ich Zeit schenke, schenke ich Liebe; die Gewalt ist rasch." Ist das mit einem schnellen Bachelor-Studium vereinbar?
Lenzen: Gar nicht. Das Problem ist, dass zwei Traditionen in diesem System vermischt werden: Im angelsächsischen Raum wird häufig von konkreten Problemen des Alltags ausgegangen. Wer aber in Kontinentaleuropa zum Beispiel Philosophie studiert, will das Fach in seinem Kopf abbilden, zunächst ohne konkrete Anwendung. Letzteres passt nicht in die straffen Lehrpläne, die sich Deutschland nun ohne Not übergestülpt hat. Von einem Extrem, durchschnittlich 16,7 Semester, sind wir ins andere Extrem gegangen: Jetzt verlassen Anfang 20-Jährige die Uni, ohne durch Universität auch persönlich gereift sein zu können.
Abendblatt: Wie werden die Bedingungen in zwei Jahren in Hamburg sein?
Lenzen: Wir müssen schnell handeln. Es ist sinnvoll, viele Bachelor-Studiengänge auf acht Semester anzulegen. Sechs Semester sind nur für eng berufsvorbereitende Fächer sinnvoll: Bei der akademischen Erzieher-Ausbildung etwa, die wir dringend brauchen.
Abendblatt: Studiengebühren?
Lenzen: Das entscheidet die Politik, ich war schon immer dagegen. Zumal Erhebungen zeigen, dass schon geringe Gebühren abschreckend auf Studienanfänger wirken können. Ein weiteres Problem ist, dass Studiengebühren von der Politik nicht immer so eingesetzt werden wie angekündigt: Nicht zusätzlich, sondern letztlich doch als Sparmaßnahme. Würden sie wieder abgeschafft, wären das allerdings viele Millionen Euro weniger pro Jahr, sodass der Staat das kompensieren müsste.
Abendblatt: Was treibt einen 62-Jährigen dazu, eine Hochschule neu zu übernehmen?
Lenzen: "Die Freie Universität Berlin hat es in den vergangenen Jahren auf den vierten Platz nach den Universitäten in München und Heidelberg geschafft. Das war ein langer Weg: Wie damals die FU ist die Uni Hamburg in der gleichen Situation wie die FU vor zehn Jahren und wird unter Wert diskutiert. Es reizt mich, dies zu ändern.
Abendblatt: Haben Sie sich in Hamburg schon eingelebt?
Lenzen: Die Wohnungen hier sind viel teurer als in Berlin. Außerdem läuft hier vieles langsamer, was Vor-, aber auch Nachteile hat. Die Bürokratie etwa: Von meinen zunächst sieben Mitarbeitern sind fünf abgesprungen. Das Personalamt war zu unflexibel, in vielen Fällen vernünftige Verträge anzubieten. Ich sage das ganz klar: Wenn sich das nicht ändert, wird Hamburg in der Wissenschaft niemals konkurrenzfähig sein.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Uni-Newsletter ist Online

http://www.uni-hamburg.de/onTEAM/newsletter/pdf/21266501678.pdf

Streik zum Landeshochschulgesetz Mai '77 - Das Abenblatt berichtet

Bildungsausstieg bis 2020 keine Zukunftsmusik mehr +++Benneckestraße und Bornplatz bald wieder kulturelles Zentrum des Grindel +++

Mal ehrlich: Ohne Wiwi-Bunker sieht es auch einfach schöner aus in Eimsbüttel.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Veterinärtheologie


Nicht zu verwechseln mit der Forderung des RCDS nach einem Lehrstuhl "Katholische Theologie"

mit bestem Dank an die Entdinglichung für den sachdienlichen Hinweis.
http://entdinglichung.wordpress.com/2010/01/20/assoziation-marxistischer-studentinnen-ams-hamburg-veterinartheologie-aufkleber-2000/

Dienstag, 19. Januar 2010

Dokumentiert: Grüne wollen neuen AStA stellen (HA)

Hamburg. Während die AStA-Koalition bei den Wahlen zum Studierendenparlament an Einfluss verloren hat, ist "CampusGrün" zur stärksten Kraft der Uni Hamburg aufgestiegen. Mit 15 Prozent der Stimmen legte die Liste um zwei Mandate auf acht Sitze zu. Der Vorsitzende Ingo Balzereit kündigte Sondierungsgespräche an, um einen neuen AStA zu bilden. Die GAL-Landesvorsitzende Katharina Fegebank gratulierte: "Die stetigen Stimmenzuwächse der letzten Jahre zeigen, dass sich auch die Studentinnen und Studenten für grüne Ziele begeistern können."

Ob CampusGrün tatsächlich die Studierenden-Vertretung neu ordnen wird, ist - wenn überhaupt - allerdings von kleinteiligen Koalitionsverhandlungen abhängig. Die Listen, die den AStA stellen, haben unter dem Strich insgesamt drei Sitze verloren: Jusos (5), Mediziner (3), Liberale Hochschulgruppe (3), Jura-Liste (2) büßten jeweils ein Mandat ein. Einen Platz im Parlament dazu gewonnen hat hingegen die beteiligte WiWi-Liste (5).

Der AStA-Vorsitzende Séverin Pabsch (Jusos) zeigte sich nach den Wahlen gelassen. "Die AStA-Koalition ist zuversichtlich, dass wir auch in der nächste Legislaturperiode die Interessen der Studierenden vertreten werden." Mit Ergebnissen ist allerdings erst im April zu rechnen.

Wichtige Rollen bei den Koalitionsverhandlungen dürften der Geisteswissenschaften-Liste (5 Sitze) und der neuen Liste des Fachbereichs Erziehungswissenschaftler EPB (2 Sitze) zukommen. Beide gelten dem AStA gegenüber als offen. Die Regenbogen/Alternative Liste (6 Sitze) bleibt hingegen starker Gegner der AStA-Koalition. Neu ist eine Liste der Piratenpartei (2 Sitze). Die Linke.SDS bleibt mit drei Sitzen stabil, Links mit zwei Sitzen. "Harte Zeiten" verpasste den Sprung ins Parlament ebenso wie der konservative RCDS, der zuvor noch zwei Mandate hielt.

Das Studierendenparlament besteht aus 47 Mitgliedern. Die Wahlbeteiligung war rekordverdächtig: Jeder vierte Studierende ging zur Urne - so viel wie lange nicht.(pvs)

Montag, 18. Januar 2010

Dokumentiert: GAL erfreut über die Früchte grüner Hochschulpolitik

CampusGrün wird stärkste Kraft
Die Hochschulgruppe CampusGrün ist bei den Wahlen zum Studentenparlament der Universität Hamburg mit 14,95 Prozent als stärkste Kraft hervorgegangen.

Die Hochschulgruppe CampusGrün ist bei den Wahlen zum Studentenparlament der Universität Hamburg mit 14,95 Prozent als stärkste Kraft hervorgegangen. CampusGrün hat bei der Wahl 2 Sitze hinzugewonnen und sitzt künftig mit 8 Studierenden im Studentenparlament. Damit ist CampusGrün die größte Fraktion. Eva Gümbel, wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion gratuliert: „CampusGrün hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt. Dies wurde verdientermaßen belohnt, wir gratulieren zur erfolgreichen Wahl!“ Das Ergebnis zeigt, so Gümbel, dass Grüne Themen wie Ökologie, demokratische Teilhabe und Gerechtigkeit auch bei den Studentinnen und Studenten der Uni auf breite Unterstützung stoßen. Eva Gümbel: „Grün wirkt – auch an der Uni!“

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Glückwunsch an CampusGrün!

CampusGrün ist bei den Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) der Universität Hamburg als mit Abstand stärkste Kraft hervorgegangen. Mit einem Stimmenanteil von knapp 15 Prozent konnten sie zwei Sitze hinzugewinnen und sind ab dem Sommersemester 2010 mit insgesamt acht Sitzen im StuPa vertreten. Dazu erklären Katharina Fegebank, GAL-Landesvorsitzende, und Anjes Tjarks, stellvertretender GAL-Landesvorsitzender:
"Wir gratulieren den Aktiven von CampusGrün zu ihrem überragenden Ergebnis. Die stetigen Stimmenzuwächse über die letzten Jahre zeigen, dass sich auch die Studentinnen und Studenten für grüne Ziele begeistern können. Die Forderung nach einer emissionsneutralen Universität, in der Forschende, Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen gemeinsam über die Geschicke diskutieren und entscheiden, hat zusammen mit der entschiedenen Ablehnung von Studiengebühren zum Erfolg von CampusGrün beigetragen." CampusGrün Hamburg ist eine parteiunabhängige hochschulpolitische Interessensgemeinschaft Studierender aller Fachbereiche an der Universität Hamburg mit dem Ziel, die Studierenden der Universität Hamburg zu repräsentieren, sowie an der politischen Willensbildung der Studierenden nach demokratischen Grundsätzen teilzunehmen.
Das Studierendenparlament der Universität Hamburg wurde vom 11. bis zum 15. Januar gewählt. Die Stimmen wurden am vergangenen Wochenende ausgezählt.
Die CampusGrün StuPa-VertreterInnen in der kommenden Legislatur sind Ingo Balzereit, Swantje Böttcher, André Dettmering, Luise Günther, Sophie Kaphengst, Tim Krämer, Daniel Lentfer und Katja Weiden.


http://www.gal-hamburg.de/cms/default/rubrik/0/9.htm


Mittwoch, 13. Januar 2010

Dokumentiert: SDS gegen Jusos Teil keineahnung

Dokumentiert: Regenbogen-Flyer "Teilautonomie"


Das Abendblatt,, die Jusos und ihre Plakate

Hamburg. Noch bis Freitag wählen die Studierenden der Uni Hamburg ihr neues Parlament. Nun verschärft sich der Wahlkampf: Unbekannte hatten im Dezember 400 Plakate der Hochschulliste der Jusos abgerissen oder zusammengetreten. Für AStA-Chef Séverin Pabsch (Jusos) scheint der Fall klar: Denn er beschuldigt Kandidaten der Linken/SDS, viele seiner Plakate beschädigt zu haben. "Schockierend, dass das unsere Mitbewerber waren", sagt er. Schwarze Gestalten, die auf dem Campus Plakate zertreten oder abziehen, hat Ingo Balzereit beobachtet, Vorsitzender von Campus Grün. Auch seine Plakate wurden beschädigt. Martina Helmke, Kandidatin der Linken/SDS, weist die Vorwürfe der Jusos zurück. Die "infamen Unterstellungen", dass Mitglieder ihrer Liste Plakate abreißen, seien aus den "Fingern gesogen und haltlos".

Die Wahl zum Studierendenparlament ist heiß umkämpft: Die acht Referenten des AStA bestimmen über ein Budget von 700 000 Euro pro Jahr, Geld aus dem Haushalt der Uni Hamburg. Sie setzen sich in der Öffentlichkeit für die Interessen der Studierenden ein, organisieren Rechts-, Sozial- und Studienberatung, helfen bei BAföG und Steuern, organisieren und finanzieren Partys und Festivals. Viele Aktive können nur noch in Teilzeit studieren oder müssen sich ganz von ihrem Studium beurlauben lassen. 600 Euro bekommen sie im Monat - für zehn Stunden Arbeit am Tag, wie Séverin Pabsch schätzt.

Unfaire Methoden in der politischen Auseinandersetzung sind an der Uni Hamburg nicht neu: In den Büros des AStA zeugen noch Überwachungskameras davon. Sie müssen seit dreieinhalb Jahren hängen - die Versicherung verlangt das. Damals wurden Scheiben eingeworfen und Wände beschmiert, nachdem die Mehrheit im Studierendenparlament an die Jusos wechselte.

Auch heute, sagt Martina Helmke, gebe es große persönliche Feindschaften zwischen Kandidaten. Doch trotz der Spannungen zwischen den Kandidaten ist das Interesse der Studierenden insgesamt an ihrer eigenen Vertretung gering, besonders im Vergleich zu der Zeit der Studentenproteste in den 1960er-Jahren. Die Wahlbeteiligung an der Uni Hamburg liegt bei knapp über 20 Prozent, obwohl die Studierenden den ganzen Dezember über per Brief und - wie jetzt - in einer Januarwoche an der Urne wählen können. Und das ist eine vergleichsweise hohe Quote: 2009 lag die Wahlbeteiligung in ganz Deutschland bei acht Prozent.

Nach den Vorwürfen spricht Martina Helmke von einer "Schmutzkampagne", die die Jusos aus Angst vor Stimmenverlusten gestartet hätten. Bisher stellen die Jusos die stärkste Fraktion. Sie sind unter Druck, nachdem sie dem neu gewählten und bei Studenten umstrittenen Uni-Präsidenten Dieter Lenzen die Zusammenarbeit angeboten hatten. (hpfe)

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1340049/Zerstoerung-von-400-Plakaten-verschaerft-Wahlkampf-an-der-Uni.html