Freitag, 26. Dezember 2008

Programmwechsel der LHG (II)

Aus einem Flugblatt der Jusos von "harte zeiten".

Liberal oder sozial?

„Niemand darf aufgrund seiner finanziellen Ausstattung an einem Studium gehindert werden. Über Stipendien und sozialverträglichen Studienkredite muss es jedem Studieninteressierten möglich sein, auch sein Studium aufzunehmen ohne sich existentielle Sorgen über seine Zukunft zu machen. Die Universität muss die Studierenden über Stipendienprogramme informieren, eigene Stipendien zur Verfügung stellen und die Studierenden von unnötigen Kosten entlasten. [...]
Studienkredite müssen vom Staat organisiert werden und zu festen Konditionen zur Verfügung gestellt werden. Die Höhe der Zinsen muss fix sein, damit jeder weiß wie hoch die spätere Belastung nach Abschluss seines Studiums sein wird.“

„Grundsatz“-Programm der Liberalen Hochschulgruppe (LHG), 5.11.2008.

Die Liberalen versuchen mit der Zeit zu gehen. Vor zwei Jahre verkündeten sie: „Sind wir doch mal ehrlich. Gebühren kommen. Das kannst Du gut oder schlecht finden. Aber anstatt gegen Windmühlen zu kämpfen setzen wir uns für ein sozialverträgliches Modell ein. [...] Maximum: 500 Euro pro Semester.“ Seither sitzen sie im AStA und bremsen fatalistisch die studentische Bewegung. Sie kommen sich dabei mächtig wichtig vor.

weiter

Du bist nackt allein

Die Hamburger Jusos sind bekannt für ihre extravaganten und aufwändigen, ja vielleicht sogar prätentiösen Plakate.


2006 zogen sich die Jusos die Hosen aus und waren nackt und mitleiderregend auf dem Campus unterwegs.
2007 wurden dann Fragen aufgeworfen und man saß auf einem wunderschönen roten Stuhl.

2007: Nachdenklich, mit einem roten Schal bedeckt steht ein Männlein im Walde, ganz still und stumm.

Oder wie die Jusos selbst schreiben:
"Du bist nicht allein" ist der diesjährige Slogan der JUSO-Hochschulgruppe, die über die Stadtgrenzen hinaus für ihre Kampagnen bekannt sind. "Wir wollen Studierende zum Mitmachen und nicht nur zum wählen bewegen" erklärt Marzieh, die Vorsitzende der HSG die Idee hinter dem Spruch. Du bist nicht allein, das heißt einerseits, dass die Jusos für die Probleme und Sorgen der Studis da sind und für studentische Interessen kämpfen. Andererseits soll damit jeder in die Verantwortung genommen werden, auch selbst für die Gestaltung der Uni aktiv zu werden.

Diese letzte eher philosophisch gehaltene Kampagne droht zu stocken. Aus diesem Grund fand vor wenigen Tagen ein Blitztreffen mit der renommierten Agentur "Olaf Scholz and friends" im KuSchu statt. Die Teilnehmer waren sich bald einig. Um "Du bist nicht allein" zu retten muss eine schnelle Lösung her. Konsens war nach kurzer Zeit, dass man versuchen müsse, das beste aus jeder der drei Kollektionen mitnehmen und zu etwas Neuem verbinden sollte.

Die Agentur zog sich mit diesem Auftrag und den drei oben abgebildeten Werken zurück um etwas vollkommen noch nicht Dagewesenes zu schaffen, was trotzdem auf den Erfolg des Alten zurückgreift.

Dem UniPanther liegt ein erster Versuch dieser erfolgsverbindenden Synthese vor:

Werbefachmann Klaus von Mendelssohn-Wolff, Creative Director von der Agentur "Olaf Scholz & friends" analysiert für uns das neue Plakat:

"Im Bild sehen wir zunächst wieder den nackten Hintern. Ein gleichzeitiges Verströmen von sozialer Kälte wird hier kombiniert mit einem unglaublich hohen recall value. Eben genau dieser Wiedererkennungswert wird auch beim roten Stuhl durch dessen farblichen Hervorhebung gefunden. Der rote Stuhl wird damit nicht nur ein Ort der Frage, sondern gibt dem nackten Arsch auch eine Heimat. Er steht damit direkt für die Jusos. Auch das Problem des Vorjahres, in dem die Plakate nur Fragen aufriefen und keine Antworten brachten ist gelöst. Hier wird sich klassisch der Grünen in ihrer Funktion als scapegoat bedient. Die alte Frage "Wer hat uns verraten?" wird hier vollkommen neu beantwortet. Textlich gibt es weitere Neuerungen. Auch fanden wir die Aussage "Du bist nicht allein." konterkarierend zu einer wirklich allein gelassenen Person. Wir haben uns deshalb entschieden einen Hoffnungsträger, in diesem den Münte ins Bild zu schaffen um auch einen wirklichen Rettungsanker ins Spiel zu bringen zu dem der junge Sozialdemokrat, genau wie unser Model aufblicken kann. Mit den von uns erarbeiteten Benefit-Points sehen wir die Jusos als Titelverteidiger im kommenden Wahlkampf. "


Hopo-Länderspiegel: Jusos gewinnen in Mainz mit der Campus-Card

Wahlsieger- Oder: Alle waren Sieger, auch wenn einer nur gewinnen kann, Haaaallo, aber Hallo, hier kommt jeder der was kann auch dran.. (Mini-Playback-Show)

Die in einer Koaliation mit CampusGrün befindlichen Mainzer Hochschuljusos haben nach eigenen Angaben die Wahl zum Studierendenparlament gewonnen. Wie man sich zum Sieger kürt ist jedem selbst überlassen. Gewinnen kann ohnehin nur eine Koalition und keine Liste. So gibt es doch immer verschiedene Gewinnerkategorien in die sich einzelene Hochschulgruppen verordnen. In Hamburg waren nach eigenen Aussagen CampusGrün, Linke.SDS und die Jusos
Die Grünen waren "bester Neueinsteiger", Linke.SDS "bester linker Neueinsteiger" und die Jusos hatten trotz einem Sitz Verlust das gehörige Gefühl der Gewinner der Wahl zu sein, weil sie weiterhin vor dem Regenbogen die stärkste Liste stellten.

In Mainz haben die Jusos gewonnen, weil sie ihre Stimmen verdreifachen konnten. Die meisten Mandate errang dennoch CampusGrün. Verloren haben bei dieser Wahl übrigens alle Hochschulpolitiker. Denn wer schaut bei einer Wahlbeteiligung unter 8% noch gerne in den Spiegel
Ihren Erfolg sehen die Mainzer vor allem in Themen nah an den Studierenden, wie der Campus-Card.


"Die Juso-Hochschulgruppe ist aus den Wahlen zum 60. Studierendenparlament der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als klarer Sieger hervorgegangen. Zwar reichte es für die Sozialdemokraten nur zur zweitstärksten Kraft hinter "CampusGrün und Internationals", aber besonders die Verdreifachung der Sitze der Juso-Hochschulgruppe im 35köpfigen Studierendenparlament auf jetzt sechs Mandate spricht eine klare Sprache.

Der Wahlkampf der Juso-Hochschulgruppe war hauptsächlich auf Sachthemen bezogen, die die Studierenden vor Ort besonders interessieren. Dies gilt vor allen Dingen für die Einführung einer einheitlichen CampusCard.

Die Juso-Hochschulgruppe wird nun alle anderen Listen zu Gesprächen einladen, um anschließend eine Entscheidung über die Bildung einer AStA-tragenden Koaltion zu treffen.
"

Zitat: Pressemitteilung Juso-HSG, Hervorhebung Unipanther

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Beim RCDS hat die eine Hand keine Ahnung was die andere tut.

Harte Zeiten für die Christdemokraten. Da baut der RCDS unermüdlich die für ihre kurze Lebenserwartung bekannten Plakate auf und dann machen die auch noch nicht ein Mal in den eigenen Augen mehr Sinn.
Besonders meschugge ist folgendes:
"Studienanfängerzahlen gehen zurück - Nicht nur Reden. Handeln. RCDS-Projekt Zukunft" (Plakattext) - Dies ist eine in Hamburg oft befürchtete Reaktion auf Studiengebühren. Doch nicht ein Mal die Abschreckung sozial schwächerer Studieninteressierter mag dieser Einschätzung Folge leisten. Hamburg als Studienstandort ist beliebt wie eh und je und liegt damit im neuerdings auch wieder im Bundestrend. Egal, kann man ja trotzdem plakatieren. Wird schon keiner merken. Naja, fast keiner. Obwohl die Wahrscheinlichkeit schon recht groß ist, wenn es sogar den Vollpfosten im Bundesvorstand des RCDS auffällt. Die schreiben auf ihrer Webseite nämlich folgendes:

Der Anstieg der Erstsemesterzahlen an deutschen Hochschulen ist ein gutes Zeichen. Im Jahr 2008 haben mehr Abiturienten ein Studium aufgenommen als je zuvor. Mit 385.000 Studienanfängern stieg die Rate derjenigen, die in ihrem Jahrgang ein Studium beginnen, auf 39 Prozent. „Diese Entwicklung ist überaus erfreulich. Allerdings muss das bedeuten, dass Hochschulen darauf auch reagieren. Die Betreuungsrelation an deutschen Hochschulen ist schon jetzt katastrophal. Durch steigende Studentenzahlen sinkt die Quote nur noch weiter. Wir fordern daher höhere Investitionen in die Betreuung und das Lehrangebot. Nur somit werden aus mehr Erstsemestern auch mehr gut ausgebildete Akademiker“, sagte der Bundesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, Gottfried Ludewig, am Rande des CDU-Bundesparteitages in Stuttgart.

Die Gesamtzahl von Studenten an deutschen Hochschulen hat außerdem die Zwei-Millionen-Marke überschritten. „Die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen sich für ein Studium entscheiden, zeigt eindeutig, dass Studienbeiträge nicht abschrecken. Im Gegenteil, Abiturienten merken, dass sie durch ein gut finanziertes Studium besser für die Arbeitswelt aufgestellt sind“, erklärte Ludewig weiter.

Da plakatiert also der RCDS Slogans, die er vom Bundesverband zugeschickt bekommt. Und genau dieser Bundesverband stellt gerade fest, dass dieser Slogan überhaupt nicht der Realität entspricht und meldet dies stolz "am Rande des CDU-Bundesparteitages" an die befreundete Union. Egal wird schon keiner merken.


Nachtrag: RCDS-Vorstand Ludewig ist übrigens ein besonders lustiger Zeitgenosse. Das findet nicht nur der Uni-Panther (wir berichteten), sondern auch die LINKE.BLS, der Linke.SDS-Ableger an der Bucerius Law School.

Hochschulrat - Wer sitzt eigentlich drin?

Hochschule für bildende Künste

  • Marianne Tidick (Bundeministerin a.D.)
  • Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe (Museumsdirektorin, Kunsthistorikerin)
  • Konstantin Kleffel (Architekt)
  • Dr. Hans Jochen Waitz (Kunstmäzen)
  • Nikolaus W. Schües (Reeder)
Link: hfbk-hamburg.de

HAW

  • Dr. phil. Marion Schick (ehem. Direktorin FH München, Vorstand Faunhofer-Gesellschaft)
  • Prof. Dr. Eckart Kottkamp
  • Dr.-Ing. Jürgen Böhm (FH Köln)
  • Dr. Kathrin Adlkofer, Geschäftsführerin der norgenta GmbH
  • Prof. Dr. Gabriele Beibst, Rektorin der Fachhochschule Jena
  • Gisela Erler, Geschäftsführerin der Firma pme Familienservice GmbH
  • Prof. Dr. Wolfang Renz, Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg
  • Prof. Dr. Bernd Sankol, Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg
  • Herr Karl Dietrich Seikel, vormals Geschäftsführer des Spiegel
Link: haw-hamburg.de

Uni Hamburg

  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Abrecht Wagner (DESY)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Rüdiger Wolfrum (Max-Planck-Institut)
  • Prof. Dr. Günter Huber (Physik Uni Hamburg)
  • Prof. Dr. Ursula Platzer (UKE)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster (Informatik, Forschungsunion der Bundesregierung)
  • Maria von Welser (NDR)
  • Johann C. Lindenberg (ehem. Vorstand Unilever Gmbh)
  • Prof. Dr. Dr.h.c. Erika Fischer-Lichte (Theaterwissenschaftlerin)
Link: uni-hamburg.de

Mittwoch, 24. Dezember 2008

CampusGrün unglaubwürdig? Jusos auf Zickzack-Kurs?


Man darf ruhig die Frage stellen – wo war die Grüne Hochschulgruppe, als die Gebühren eingeführt wurden? Kein Statement, kein Protest, kein Wort von „campusgrün", als die GAL in diesem September das Gesetz abnickte. Jetzt gegen nachgelagerte Studiengebühren zu plakatieren wirkt da schon etwas unglaubwürdig. Überlasst unsere Universität nicht der Senatspolitik, überlasst sie auch nicht unverantwortlich handelnden Populisten, die sich nicht mit Realitäten und den Akteuren auseinandersetzen wollen, sondern sich auf einfache Erklärungen und Feindbilder festlegen. Wähltdie Jusos auf Liste 7 – Für einen engagierten, kompetenten und durchsetzungsstarken AStA!
(Zitat: jusos-unihamburg.de)

Ein wichtiger Punkt. Bei der Anhörung des Wissenschaftsausschusses waren AStA und Juso-Landesvorstand geschlossen angerückt um gemeinsam mit den Fachschaftsaktiven und anderen Freunden der Hochschulpolitik gegen gegen CDU, Grüne und den RCDS anzureden, der sich ebenfalls vertreten durch seinen Vorsitzenden an Ort und Stelle eingefunden hatte ("Vor allem aber zeigt das neue Gesetz auf, was die Jusos schon immer vertreten haben: Sozial verträgliche Studiengebühren wird es niemals geben können.") CampusGrün blieb diesem Ereignis fern.

Wo die Jusos waren als das neue Gebührenkonzept bekannt gegeben wurde ist indes bekannt. Rätselhaft bleibt allerdings weiter der Sinneswandel, von Claqueuren zu "scharfen Kritikern" .

Künftig soll es ein Modell der nachgelagerten Gebühren geben.

Aus Sicht des AStA ist dieser Kompromiss durchaus akzeptabel.

AStA-Vorsitzender Torsten Hönisch: „Natürlich hätten wir uns aus studentischer
Sicht gewünscht, dass Studiengebühren ganz abgeschafft werden.
Die Finanzierung von Bildung ist und bleibt eine staatliche Aufgabe.
Hier bleibt die GAL deutlich hinter ihren Wahlversprechen zurück.
Trotzdem sind wir erleichtert, dass das bisherige unsoziale Modell abgeschafft
wird. Der finanzielle Druck auf uns Studierende wird deutlich reduziert.“

Positiv ist die Reduktion der Gebühr von bisher 500 Euro auf 375 Euro
pro Semester und die Festsetzung einer Einkommensgrenze von 30.000
Euro pro Jahr für die Rückzahlung. Wichtig ist ebenfalls, dass die Stadt in
den kommenden Jahren das ausfallende Geld vorschießt. Die Universität
braucht Geld um gute Studienbedingungen sicher zu stellen.

Hönisch: „Von den Studierenden fällt eine große Last, sich während des
Studiums um die Finanzierung Sorgen machen zu müssen. Wir müssen
uns nicht mehr mit der Universität um eine Befreiung streiten und brauchen
keine Angst vor Exmatrikulationen zu haben.“

Pressemitteilung des AStA zu nachgelagerten Gebühren

Vor und zurück

"Wir sind tonangebender Teil der AStA-Koalition und haben einen großen Einfluss bei AStA-Sitzungen, wenn es um Finanzanträge und die strukturelle und inhaltliche Planung der weiteren Politik geht. Mehr zu Inhalten unserer Arbeit im AStA findest du unter "Jusos im AStA".
(Juso-Selbsteinschätzung)


Vor allem gilt der Dank Torsten Hönisch, der seit mehreren Jahren hochschulpolitisch aktiv ist und nachhaltig die AStA-Arbeit geprägt hat.


Zitat: jusos-unihamburg.de


"In Hamburg etwa könne es sich die Stadt "nicht leisten, einfach 10.000 Studierende zu exmatrikulieren", glaubt Torsten Hönisch von der dortigen Juso-Hochschulgruppe. Diese will in den kommenden Tagen zusammen mit anderen studentischen Organisationen und Polit-Prominenz einen "Trägerverein" gründen, der eine solche Boykottkampagne durchzieht. Das Ziel: die völlige Rücknahme der Gebührenpflicht."
(taz)

"Die Messer sind gewetzt -
Dennoch geht Hönisch von einem langen Kampf mit der Universität aus. Auch Gerichtsverfahren werden nicht ausgeschlossen. Mit dem Aufruf an die Hamburger Studenten, die Gebühren nicht zu zahlen, sondern auf ein von der Asta und der GEW verwaltetes Treuhandkonto einzuzahlen, hat der Kampf schon begonnen. Die Hoffnung: Nehmen mindestens 30 Prozent der Studenten an dem Gebührenboykott teil, wird das Geld eingefroren. Und die Studenten haben ein nachdrückliches Argument für Verhandlungen mit der Hochschule. Verhandlungsziel wäre dann die Abschaffung der Studiengebühren. Sollten nicht genügend Studenten an dem Boykott teilnehmen, will der Asta klein beigeben und die Gebühren an die Hochschule weiterleiten."
(stern)

"Nach dem Scheitern des Boykotts hätten wir wieder entmutigte und demobilisierte Studis gehabt - wie man sehr schön an der Entwicklung vom ersten zum zweiten Boykott ablesen kann. Unsere Bemühungen, das Vertrauen der Studis für Hochschulpolitik zu gewinnen, werden durch den Boykott konterkariert."
(Juso Wahlkampf FAQ)

“Viele Studierende sind ich-fixiert und politisch desinteressiert”, sagt Thorsten Hoenisch, der die Hochschul-Jusos im Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AstA) vertritt. Mit verschränkten Armen sitzt er an seinem Schreibtisch und sagt: “Den meisten ist das Problem erst klar geworden, als die Gebührenbescheide bei ihnen ankamen.“ Seine Jusos waren dem Boykott ursprünglich nicht abgeneigt, doch die Mehrheit des aus vielen Hochschulgruppen zusammengesetzten AstA war dagegen – obwohl auch sie gegen Gebühren ist. Für diesen Weg, sagt Hoenisch, fehle einfach die kritische Masse an Standfesten."
(Die Zeit)

Als "verantwortungsloses Himmelfahrtskommando" bezeichnete Asta-Vorsitzender Hönisch das Vorgehen der Extra-Boykotteure im Hamburger Abendblatt. "Mir erschließt sich nicht, was man damit erreichen will", sagt Hönisch gegenüber der taz. "Wie soll das mit ein paar hundert Leuten ernsthaft zum Wahlkampfthema werden?"
(taz)

Montag, 22. Dezember 2008

Uni-Merchandising für jedermann


Wer für Weihnachten noch nicht alle Geschenke beisammen hat sollte dringend im Web-Shop der Uni-Marketing Gmbh vorbeischauen.
Hier findet sich seit neuestem auch das Uni-Hamburg-Visitenkarten-Etui. Für nur 6 Euro.

Das Sortiment geht weiter von der Krawatte über den Schlüsselanhänger zur Brotdose.
Link

Das Shirt-Design stammt übrigens von der Firma campusstore

Sonntag, 21. Dezember 2008

Zum Geleit: Wahl zum Akademischen Senat


Die Wahlunterlagen zum Akademischen Senat sind in der Post. Es kandidieren die üblichen Verdächtigen.
  1. Liste 1: CampusGrün und Regenbogen/AL
  2. Liste 2. Medi/JuraListe/WiWi-Liste & Liberale
  3. Liste 3: Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE; dahinter verstecken sich solche fortschrittliche Listen wie Liste Links, harte zeiten und das Fachschaftsbündnis)
  4. Liste 4: Juso-HSG, GeiWi & MIN-Liste (die immerhin 9 Kandidatenpaare aufstellen konnten und damit auch in dieser Beziehung Schlusslicht sind)
Die schwach auftretende Juso-HSG soll hier aber ebenso wenig Thema sein wie die 41 Kandidatenpaare, die das BAE mobilisieren konnte (sind das überhaupt alles noch Studierende???). Auch die Frage, wo eigentlich die Linke.SDS ist, kann hier nicht beantwortet werden. Vielmehr fällt auf, dass alle vier Listen als gebundene Listen kandidieren.
Die Listenverantwortlichen hatten bei der Abgabe der Wahlunterlagen die Entscheidung, ob sie als gebundene Liste (Stimmabgabe zählt nur für die Liste, diese wird in der Reihenfolge der Kandidaturen "abgearbeitet") oder als freie Liste (Stimmabgabe für eine Person auf der Liste, wobei die Stimme auch zugleich für die Liste zählt. Bei einer freien Liste kann jedoch die Reihenfolge der Kandidaturen verändert werden) kandidieren wollten.
Bei den Listen 2-4 verwundert es kaum, dass hier als gebundene Liste kandidiert wird, dies gehört zur politisch vertretbaren Praxis der Listen. Vor allem die äußerst demokratiefeindliche Liste 3 (BAE) zeigt durch ihr Auftreten in den akademischen und studentischen Gremien immer wieder, dass man ein großer Anhänger von Hierarchie und blinder Gefolgsamkeit ist.
Warum kandidiert jedoch die Liste 1, auf der allesamt Mitglieder ausgewiesener basisdemokratischer Parteien/Gruppierungen kandidieren, als gebundene Liste? Waren es nicht Mitglieder dieser Listen, die sich immer wieder für die Ungebundenheit von Listen, z.B. bei Bürgerschaftswahlen, ausgesprochen haben und damit dem Wähler die Möglichkeit geben wollten, durch ihre Stimme von der innerparteilichen Demokratie abzuweichen? Anscheinend möchte man es hier bei Lippenbekenntnissen belassen und traut dem Wähler die Entscheidung nicht mehr zu. Die Wähler können also bei dieser Wahl auch entscheiden, ob sie es den vermeintlich basisdemokratischen Listen übel nehmen, die Wähler derart zu täuschen.

Per Email: Die Programmänderungen der LHG

Man vergleiche einmal das alte und das neue Programm der Liberalen Hochschulgruppe.

In der alten Version steht folgendes:

Ablauf im StuPa Von den Abgeordneten der Koalition wird
Anwesenheit verlangt. Boykott zur Vermeidung unangenehmer
Entscheidungen ist kein lauteres politisches Mittel.

In der neuen Version steht:

[nichts vergleichbares]

Ob das wohl etwas mit der aktuellen Lage zu tun hat?



Mit Dank für den freundlichen Hinweis

Link: www.arne-koehn.de


Samstag, 20. Dezember 2008

Programmänderung: Linke.SDS

Durch einen bedauerlichen Umstand hat der Unipanther versehentlich eine im wahrsten Sinne des Wortes "Roh"-Version des Programms von Linke.SDS auf seinen Seiten veröffentlicht.
Der aktuelle Text findet sich selbstverständlich auf der Seite von Linke.SDS Hamburg.

Kundgebung vor dem griechischen Konsulat

Heute Nachmittag findet um 17 Uhr eine Kundgebung zu den Ereignissen in Griechenland statt.
Der Regenbogen und die Hochschulgruppe Linke.SDS rufen zu dieser Veranstaltung auf:



Die Ermordung des Schülers Alexis Grigoropoulos durch einen Polizisten in Griechenland empört uns. Die griechische Regierung trägt für dieses Verbrechen die politische Verantwortung. Sie hat jahrelang das brutale Vorgehen der Polizei geduldet und linke Proteste kriminalisiert. Sie hat den Mörder, der schon vorher für sein brutales Verhalten bekannt war, bewaffnet.
Wir verurteilen deshalb auch die unrechtmäßigen wie gewalttätigen Übergriffe der Polizei gegenüber den Protestierern, den Tränengaseinsatz auch in Wohnvierteln und die Eskalationspolitik der konservativen griechischen Regierung. Der Widerstand gegen Polizeiwillkür und Repression ist spätestens seit den staatlichen Gewaltexzessen gegen die globalisierungskritische Bewegung in Genua eine wichtige Aufgabe der gesamten europäischen Linken.



Link: http://allchangeplease.blogsport.de/2008/12/19/samstag-auf-die-strasse/

Freitag, 19. Dezember 2008

Hopo-Länderspiegel: Potsdam

Potsdam: Opposition fordert Senkung des Semesterbeitrags

Interessanter Weise möchten die CampusGrünen in Potsdam dies unter anderem durch Einsparungen bei feministischen Projekten erwirken. Diese seien in ihrer Art studentischen Interessen nicht mehr gerecht geworden und somit nicht im Sinne der Verfassten Studierendenschaft ausgegeben worden.

Ebenfalls Potsdam: StuPa diskutiert Protokolle und Datenschutz

Die Überlegungen zu weniger Transparenz in Sachen Protokollführung und Entscheidungsfindung haben in Potsdam einen ernsten Hintergrund. Nach Angaben des AStA-Vorstandes fanden persönliche Daten auf diesem Kanal ihren Weg in die Hände von NPD-Mitglieder, welche die Daten dann auf ihrer Webseite öffentlich machten.


Ansonsten sind die Probleme auch ähnlich zu Hamburg. Probleme mit dem Campus-Management-System PULS, plötzliche Referenten-Rücktritte, Tarnlisten-Vorwürfe und spontane Nachbesetzungen im Stupa und ein Blog das versucht eine studentische Öffentlichkeit herzustellen.


Was der amtierende AStA aus Jusos, Linke.SDS und GÜL so für finanzierenswert hält zeigt diese Aufschlüsselung des Haushalts: Link

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Latte Macchiato statt Politik - Das ND zur Podiumsdiskussion Frauenreferat

Foto: Gildemeister (der soll mal seinen Namen gendern) mit ebenfalls nicht gegendertem Lebkuchenherz

Das Neue Deutschland berichtet von der Podiumsdiskussion vom Anfang der Woche. Im Artikel wird festgestellt, dass die meisten Frauen sich in der gegebenen Situation in heterosexuelle Partnerschaften flüchten und eklatanter Weise auch noch Kinder bekommen. Solche Umstände sollte der AStA selbstverständlich bekämpfen. Am besten mit Hilfe eines 10 Personen fassenden Frauenreferat, dass sich ein Mal im Jahr selbst wählt.


Link: Latte Macchiato statt Politik

Interessant: Privates Vernetzungsangebot für Fachschaften im Netz

Zitat zum Projekt fachschaft-hamburg.de:

Die Hamburger Universität kann schon manchmal uninspirierend sein. Die neue Fachschaft Volkskunde und mich hat sie aber durch ihre mühselige Struktur inspiriert. Um die Informationen zu bekommen, die einem wirklich weiterhelfen, geht man meist zur Fachschaft. Da sitzen dann die gut informierten Studenten der jeweiligen Fächer, die meistens die richtigen Antworten haben. Auch Fachschaften können aber manchmal ein wenig versteckt arbeiten, so dass sie schwer zu finden sind. Um dabei Abhilfe zu schaffen, habe ich die Domain www.fachschaft-hamburg.de registriert und für die Volkskunde bereits eine erste Subdomain unter www.volkskunde.fachschaft-hamburg.de ins Netz gestellt. Weitere sollen folgen.




Link: Espagne.de

Der Uni-Panther begrüßt diesen Vorstoß, ist sich allerdings nicht ganz im Klaren ob der Spaß dort etwas kosten würde.

Hopo-Länderspiegel: SO soll es sein...

DerUnipanther ist fasziniert und zugleich begeistert mit welcher Professionalität in Greifswald ein hochschulpolitisches Campus-Magazin betrieben wird: Der WebMoritz (Die Uni ist nach dem engagierten Antisemiten Ernst Moritz Arndt benannt).


Erstaunlich gut informiert und mit journalistischem Geschick werden dort Themen wie der Neubau eines Kohlekraftwerks in der Region, der Rücktritt von AStA-Referenten (die hier allerdings rudelweise den AStA verlassen), nachlässige Studierendenparlamentarier und andere Themen behandelt die für Hamburger Studierende gar nicht so unbekannt sein sollten.

Nur halt alles ein wenig kleiner und beschaulicher. Hier eine kleine Auswahl:

Auf GHG folgt CampusGrün- Neugründung der Hochschulgrünen in Greifswald


Akademischer Senat lässt Prorektor durchfallen

Stupa-Wahlkampf im Internet mit harten Bandagen

Die T-Shirt-Fans

Als der AStA in der Zeitung war ohne AStA zu sein.

Sicherlich: Wenn man mit einem Artikel in der Zeitung erscheint, der die eigene AStA-T-Shirt-Kollektion feiert, ist es ratsam ein paar Stimmen von Studierenden zu haben, die hellauf begeistert sind. Was also tun? Echte Studierende auf dem Campus interviewen was sie von dieser großartigen Marketing-Aktion der späteren Hopo-Referentin Leonie Kusch halten?

Viel zu riskant. Da war es besser die Referenten kurzerhand in Konsumenten zu verwandeln und ihre Freude über das eigene AStA-Produkt ausdrücken zu lassen.



Link (Abendblatt)
Link (AStA-Webseite)



Die T-Shirt-Fans (D, 2007)

Regie: Leonie Kusch
Produktion: Campus-Hamburg e.V. in collaboration with AStA Uni Hamburg

Hauptdarsteller

  • Das Campus-Hamburg-Shirt als hanseatisch schlichtes, dunkelblaues Zusammengehörigkeitsgefühl für 12 Euro
  • Lars-Peter Lange (AStA-Vorsitzender) als "der Medizin-Student"
  • Torsten Weigelt (Service-Referent) als BWLer
  • Martina Hamester (Öffentlichkeitsreferentin) als Lehrämtlerin
  • Leonie Kusch in einem Cameo-Auftritt als "die 19-jährige Psychologie-Studentin"

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Regenbogen berichtet aus dem StuPa

Von mehreren Seiten bereits erwähnt (irgendwo in dem Papierhaufen auf den Mensa-Tischen) gab es diese Woche eine StuPa-Sitzung mit der nicht alle Beteiligten zufrieden waren.

Der Regenbogen drückt das ganze nun auf seine Art und Weise aus:

Link

Dienstag, 16. Dezember 2008

Dokumentiert: Presseerklärung zur Podiumsdiskussion „Frauenreferat – Ja oder Nein?“ am 15.12.2008


An der Universität Hamburg fand heute eine Podiumsdiskussion zu der Abschaffung des Frauenreferats im letzten Semester statt, engagiert moderiert von Katrin Jäger. Nicole Meyer, eine Studentin welche sich für den Erhalt bzw. die Wiedereinführung des Frauenreferats einsetzt, machte die Notwendigkeit für selbst gewählte Organsiationsstrukturen von Frauen an der Universität deutlich. Darin wurde sie von Frau Prof. Dr. Randzio-Plath (1. Vorsitzende des Landesfrauenrates Hamburg) unterstützt, die auch darauf hinwies, dass die neu eingerichtete Stelle der Gleichstellungbeauftragten zwar sinnvoll ist, allerdings parallel eingerichtet werden sollte. Die beiden VertreterInnen des AStA (Benjamin Gildemeister, 1. Vorsitzender und Gun Röttgers, Gleichstellungsbeauftragte) blieben in ihrer Argumentation leider unklar. Sie verwiesen darauf, dass Frauen keine Minderheit mehr an der Universität darstellten und daher in den gegebenen AStA-Strukturen repräsentiert werden könnten. Große Teile des Publikums hielten das nicht für ausreichend. Von dieser Seite wurde immer wieder Selbstorganisation, offene Strukturen und Basisdemokratie gefordert. Auch die 1. Vorsitzende des Landesfrauenrats vermutete auf Seiten des AStA insgesamt schlicht Machtpolitik.

Die Veranstaltung war mit etwa 60 Leuten gut besucht. Im Laufe der rege geführten Diskussion zwischen Podium und Publikum übergaben zwei Studentinnen den AStA-VertreterInnen 2700 Unterschriften gegen die Abschaffung des Frauenreferates. Außerdem bekamen Benjamin Gildemeister und Gun Röttgers große Lebkuchenherzen, auf denen „Frauenversteher“ und „soziale Kompetenz“ zu lesen war.

Marion N., eine Besucherin der Veranstaltung, kommentiert: „Insgesamt habe ich mich über die engagierte Diskussion sehr gefreut. Allerdings scheint der AStA nach wie vor nicht von seiner Linie abzuweichen und die Abschaffung des Frauenreferats gegen alle Kritik zu verteidigen. Das ist natürlich sehr schade und erschwert eine feministische, basisdemokratische Organisation von Frauen an der Uni.“

Dokumentiert: Aufruf des AStA-Vorsitzenden

JUSO HOCHSCHULGRUPPE
Aufruf des AStA Vorsitzenden.


DER AUTOR
Benjamin Gildemeister
Vorsitzender des Allgemeinen
Studierendenausschusses an der
Universität Hamburg

Wie jedes Jahr habt ihr wieder die Gelegenheit, an der Wahl zum
Studierendenparlament, das unter anderem den AStA wählt,
teilzunehmen. Wir, die Juso-Hochschulgruppe, treten seit Jahren für
erfolgreiche und verantwortungsbewusste Hochschulpolitik ein und
sind starker Teil des AStA. In diesem Jahr stellen wir den Vorsitzenden,
die Referentin für Studienbedingungen, Recht und Soziales und den
hochschulpolitischen Referenten. Auch die studentische
Gleichstellungsbeauftragte und viele weitere Jusos arbeiten aktiv im
AStA mit.
Wir engagieren uns, um Studierende dafür zu begeistern, sich ebenfalls
einzubringen und mit uns gemeinsam die Universität gerechter, die
Studiengänge studierbarer und das Studium interessanter zu
gestalten. Wir haben es geschafft, den AStA zu einer offenen, breit
aufgestellten und starken Studierendenvertretung zu formen und
treten bei der StuPa-Wahl dafür an, diesen erfolgreichen Kurs
fortzusetzen.
Die größte Enttäuschung in diesem Jahr war zweifelsohne das
Verhalten der Grünen. Noch vor der Bürgerschaftswahl sind wir
gemeinsam für ein gebührenfreies Studium eingetreten nun haben
wir es mit einem schwarz-grünen Kompromisssenat zu tun, der die
Gebühren in Hamburg zementiert, mit dem in Wahrheit keiner der
Koalitionäre zufrieden ist und der eine starke Belastung für
Studierende und Stadt bedeutet:
-Die Gebühren werden nicht nachgelagert, man kann lediglich einen
Kredit aufnehmen, um später alle angestauten Gebühren auf einen
Schlag zurückzahlen zu müssen.
-Nicht einmal alle Studierenden können von dieser Regelung Gebrauch
machen, viele müssen sofort zahlen, bisherige Ausnahmetatbestände
haben die Grünen gestrichen.
-Die Absenkung auf 375€ wird mit den Gebühren von Studierenden mit
Kind, Behinderten und chronisch Kranken erkauft, die unter
Mitwirkung der Grünen zum ersten Mal zahlen müssen.
-Das ganze System kostet die Stadt fast genauso viel Geld, wie die
Hochschulen letztlich erhalten ein Nullsummenspiel auf Kosten der
Studierenden!
Wir sind die Hochschulgruppe, die das unverantwortliche Handeln des
Senats aufzeigt, argumentativ dagegenhalten kann und mit
Informationen, Pressearbeit und öffentlichem Auftreten dieses
unsinnige Gesetz immer weiter in die Ecke drängt. Gleichzeitig sorgen
wir für kompetente Beratung und für den Umgang mit der
momentanen Lage Für transparentere Verfahren, die rechtliche
Klärung von Ungereimtheiten und eine sinnvolle Verwendung der
vorhandenen finanziellen Mittel.
Wählt Liste 7 Für einen engagierten, kompetenten und
durchsetzungsstarken AStA!

Quelle: Juso-News

Montag, 15. Dezember 2008

Yes we have old shoes - Linke.SDS auf der Obama-Welle

"Yes, we can! Einen neuen, fortschrittlichen und modernen AStA wählen!"

Zitat Webseite LINKE.SDS


Und weiter im Text:

Wir freuen uns auf das neue Jahr: schon im Januar wird der von Jura- und WiWi-Liste, sowie Jusos und der Liberalen Hochschulgruppe getragene AStA abgewählt. Es wird auch Zeit.

Nach 12 Monaten ziehen für den noch amtierenden AStA Bilanz und präsentieren Euch die Highlights:

• Der ausschliesslich aus Männern bestehende AStA Vorstand schaffte trotz weiterhin bestehender struktureller Geschlechter Benachteiligung das teil-autonome Frauenreferat ab!

• Die AStA Koalition verhinderte mehrfach die konstruktive Debatte im Studierendenparlament: nach 5 Minuten verließen die die Abgeordneten der Koalition abgesprochen und geschlossen das Parlament, woraufhin das Präsidium die Beschlussunfähigkeit feststellte und die Sitzung beendet wurde bevor sie überhaupt angefangen hatte !

• Wieder eine Legislaturperiode in der der AStA gnadenlos im Kampf gegen Studiengebühren versagt hat. Wieder wurde nicht organisiert und wieder wurden nur ein paar Lippenbekentnisse im Rathaus abgelassen. Mehr Widerstand gegen die Wiedereinführung des "Hörergeldes" (dessen Abschaffung in den 70er Jahren durch die Studententische Bewegung erkämpft wurde) war nicht drin - ist aber dringend nötig!

• Frau kann - man muß nicht: auch in Sachen geplante Universitätsverlagerung auf den kleinen Grasbrook um die Hafencity auszuwerten und den Sprung über die Elbe im Rahmen des schwarzgrünen Konzeptes "Wachsende, verarmende Stadt" zu vollziehen, leistet sich der AStA keine klare Position zu beziehen. Wir nennen das konformistisches Geeier in Reinkultur.

• Stasi 2.0: ähnlich wie Schäuble den Staat vor den Bürgern, muß der AStA seine Büros per Videoüberwachung vor den Studierenden schützen! Warum? Vor wem? Vor uns!

Zusammenfassend ist elendig wenig im Sinne der Mehrheit und noch mehr gegen die Mehrheit der StudentInnen passiert. Darum müssen wir gemeinsam dafür Sorgen, dass die Jura- und WiWi-Liste, die Liberalen Hochschulgruppe und besonders die schwarz gewordenen Seeheimer Jusos in Rente gehen.

Yes, we can !

DIE LINKE.SDS ist die ernst gemeinte Alternative und nicht das kleinere Übel. DIE LINKE.SDS wählen, heißt eine neuen und fortschrittlichen AStA wählen, der für Deine Interessen steht und mehr kann, als die Wände grün streichen - damit Du auch nach der Wahl nicht allein bist !




Dokumentiert: Campusgrüne zur StiNe-Problematik

Seit zwei Jahren haben wir nun dieses "Campus Management System", welches regelmäßig durch Fehlverhalten auf sich aufmerksam macht.

Die Einführung vor zwei Jahren war katastrophal. Der AStA hat noch letztes Jahr die Lehrenden und die Verwaltung für das Nichtfunktionieren verantwortlich gemacht, was natürlich leichter ist als die Systemeinführrung zu kritisieren, nachdem man sie so stark herbeigesehnt hat.

Während im Moment die Hoffnung herrscht, dass die Fehler nach und nach behoben werden, sehen wir der Zukunft kritischer ins Auge. Die Datenlotsen (die Firma, die STiNE entwickelt) führen an verschiedenen Hochschulen STiNE ein und beschäftigen sich lieber mit Visionen wie "Einbindung von STiNE in MS Office 2007®" als das aktuelle System benutzbar zu machen.

Statt von Anfang an auf die Integration von existierenden - und funktionierenden - Lösungen zu setzen, haben die Datenlotsen permanent versucht, das Rad neu zu erfinden. So wird für Benachrichtigungen auf interne Nachrichten statt E-Mail gesetzt, für Vorlesungsunterlagen wird nicht CommSy sondern eine funktionsarme Seite in STiNE benutzt, auf der man nicht einmal sehen kann, wann eine Datei das letzte mal aktualisiert wurde. Diskussionen oder studentische Arbeit werden von STiNE natürlich ebenfalls nicht unterstützt. Dadurch, dass nur Kursteilnehmer Kursunterlagen einsehen können, verschließt sich die Uni weiter der Öffentlichkeit. Um ihrem Bildungsauftrag gerecht zu werden, sollten Unterlagen so weit wie rechtlich möglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

weiter auf: Campusgruen.org

Unipanther- Straßencharts

Neueinsteiger direkt auf Platz 1 der inoffiziellen Schlagercharts der Uni Hamburg ist in dieser Woche "Liebe gibt" von Katharina Wolff, der weiblichen Frontfrau beim RCDS (Listenplatz 3). Einzig und allein ihr verdankt der RCDS eine Frauenquote von 9 Prozent.

Damit schafft der RCDS es die Jusos von Platz 1 zu vertreiben, welcher ihnen durch das Roy-Black-Cover "Du bist nicht allein" vorerst sicher war. Beim Schlager wählt man immer noch das Original.



Unipanther-Streetcharts


1. (-). Liebe gibt - Katharina Wolff
2. (1) Juso-HSG feat. Roy Black- Du bist nicht allein
3. (3) Die Mellemen & AStA-Allstars - Die Uni sind wir
4. (4) Raketen-Moni - Fly me to the moon

Sonntag, 14. Dezember 2008


Pferdestall feat. AStA UHH




Samstag, 13. Dezember 2008

Kurzlebig und bedroht: RCDS-Plakate



Sie sind weder hübsch, noch auf die Hamburger Hochschulpolitik angepasst. Die vom Bundesverband angeforderten Wahlplakate von Linke.SDS des RCDS. Besonders faszinierend ist kurze Lebenszeit der Plakate, welche meist nur wenige Stunden nach Aufstellen vorüber ist.
Deshalb präsentiert der Uni-Panther einige Exemplare an dieser Stelle und zwar ungeknittert und nicht zertreten. Die Aussagen gehen gegen Null, abgedeckt wurde das komplette Farbenspektrum von Rot, Grün, Gelb, Schwarz und Orange. Möglicher Weise ein Ansatz von Tarnung und Anpassung an die feindliche Campus-Umwelt.

Meinungsbild vom Campus- MOPO fragt Studenten nach der Eimsbüttler SPD

Der MOPO-Stand wechselt an die Uni. Von Solidarität mit dem einstigen Dauerstudenten Annen ist nichts zu spüren. "Richtig, dass der abgeschoben wird. 30 Semester studiert, keinen Beruf gelernt - aber Politik will er machen?", schimpft ein junger Mann, der anonym bleiben möchte. Doch auch Jurastudent Ilkhanipour ist ungefähr so beliebt wie Studiengebühren.


Link

Sport und Ernährung bei Studierenden


Fit durchs Studium”

Wie kommt man fit durch ein Studium, das den jungen Menschen heute körperlich und geistig immer mehr abverlangt? Reicht es, sich körperlich fit zu halten? Oder ist es die geistige Nahrung, das neue Wissen, das einen fit hält?“

Fragen über Fragen, die gerade in der winterlichen Vorweihnachtszeit Relevanz erlangen, und nur eine bietet die Antworten: Die Plakat-Ausstellung des Deutschen Studentenwerks (DSW) klärt auf und enthüllt so manches studentische Geheimnis…



Link: http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_3798.php#

Untersützung der Mutterpartei: Kühn kommt auf den Campus

Ganz allein sind die Jusos nie: Letztes Jahr war es noch Michael Naumann persönlich, der auf den Campus kam und (zugebener Weise mehr für sich als für die Juso-HSG) Wahlkampf machte. Dieses Jahr ohne eine Bürgerschaftswahl in Sicht kommt immerhin der Bürgerschaftsabgeordnete und Amtsvorgänger Danial Ilkhanipours auf den Campus.

An der Universität Hamburg findet im Dezember und Januar die Wahl zum Studierenden Parlament statt. Das StuPa wählt den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der die Interessen der rund 40.000 Studentinnen und Studenten der Uni Hamburg vertritt. Seit mehreren Jahren ist die JusoHochschulgruppe, die Vertretung der SPD an den Hochschulen, die größte politische Kraft an der Uni und ist federführend im AStA.

Ihr Billstedter SPD Bürgerschaftsabgeordneter Philipp-Sebastian Kühn hilft als Wissenschaftspolitiker aktiv beim Wahlkampf auf dem Campus. Bevor die Weihnachtssemesterferien losgehen, gibt es einen großen GlühweinInfostand mit vielen Aktionen. Philipp-Sebastian Kühn ist natürlich mit dabei.

SPD Infostand auf dem Campus
Donnerstag, den 18. Dezember 2008
ab 12.00 Uhr vor dem Audimax

Gerade zur Hochschul- und Wissenschaftspolitik steht Ihnen Philipp-Sebastian Kühn gern Rede und Antwort.





Link: Kühn kommt auf den Campus

Dienstag, 9. Dezember 2008

Uni-Blogs noch langweiliger als Hopo-Blogs

http://blogs.epb.uni-hamburg.de/

Die Blogfarm der Erziehungswissenschaft.
Mindestens genau so ermüdend wie ePush, bei dessen Blog der Unipanther regelmäßig einschläft.

Im Gegensatz dazu steppt bei der Forum der Informatik geradezu der Bär. Sogar in Bezug auf unirelevante Themen. Dort hat man gerade die Realität links vom Bildschirm entdeckt und ist auf der Spur einer großen Metallplättchen-Verschwörung.

Uni Hamburg sucht Online-Redakteur mit Affinität zu hochschulpolitischen Themen

Sie können präzise formulieren, sind stilsicher und können auch schwierige Themen für
die Öffentlichkeit journalistisch aufbereiten*.
Neben einer selbständigen Arbeitsweise und schnellen Auffassungsgabe erwarten wir
ein hohes Maß an Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft sowie Teamfähigkeit.
Englische Sprachkenntnisse sind erforderlich für die Gestaltung des englischsprachigen
Internetauftritts.
Wenn Sie zudem noch eine Affinität zu hochschulpolitischen Themen sowie Forschung
und Wissenschaft haben, sind Sie bei uns richtig.



Das lässt Hoffnung aufkommen. Es könnte ja mal sein, dass die Uni darüber nachdenkt ihren Internetauftritt übersichtlich, zeitgemäß und aktuell aufzustellen. Bis jetzt findet sich dort wirklich niemand zurecht. Bewerbungen sind bis Donnerstag möglich.


Link

Interessant: CHE-Gutachten für das Studierendenwerk (2004)

Ein ganz tolles Papier mit großartigen Empfehlungen.


Bericht und Empfehlungen

Anhänge

Sonntag, 7. Dezember 2008

Auch nicht schlecht


hihi

Informantensterben


Die eingeschickten Juso-Plakate sind ja alle ganz lustig, aber es ist ein echter Einbruch in der Informationsbeschaffung entstanden... Das muss sich ändern.
whistleblowers are welcome ;-)

Kontakt: Privacy Box
Email normal: Derunipanther[ät]gmail.com

The good the bad and the ugly: RCDS

Wer steht hier wo und wie?
Rechts…
„RCDS“ („Ring Christlich-Demokratischer Studenten“)


Man muß die Bilder der Kandidierenden gesehen haben, um zu gewärtigen, was eine kulturelle Rolle rückwärts ist. Sie hängen an der strengen Mutter CDU, bezeichnen sich selbst als „weltoffen-patriotisch“ (was denn nun?, mit der Bundeswehr?) und „pragmatisch“ (also brav und bieder) und wollen das auch noch als undogmatisch verstanden wissen. In den gegenwärtigen Welt-Turbulenzen sind sie sich nicht zu schade, die Überführung der Uni in eine Stiftungsuniversität zu fordern.

Hier drohen Studiengebühren und geistige Stickluft.


Nicht allein (III)

So alleine sind die Jusos wirklich nicht auf dem Campus. Regenbogen-Emo, Stine, die Knallhartkanne, singende Monster und das grüne Ossi-Ampelmännchen von den Grünen. Alle sind gekommen.

Der UniPanther wünscht einen entspannten 2. Advent

Samstag, 6. Dezember 2008

CampusGrün parteiunabhängig..?

oder Hobby des Landesvorstands?


Bei den Grünen ist Anjes Tjarks bereits seit 1998. Seitdem war er dort in vielfältigen Positionen tätig; u. a. im Kreisvorstand in Wandsbek und als Schatzmeister bei der Grünen Jugend Hamburg. Seit November 2005 ist Anjes Tjarks Beisitzer im Landesvorstand. 2007 hat er CampusGrün Hamburg mitgegründet.(Quelle: GAL Hamburg, Link)

Welche Position er (links im Bild), Jenny Weggen und andere ehemalige Mitglieder der alten Grünen Hochschulgruppe in Bezug auf Studiengebühren haben, zeigte sich unter anderem durch das Abstimmungsverhalten der Grünen in der Bürgerschaft.

Interessant bleibt auch die Frage ob und wie es sich mit der Unabhängigkeit des Hochschulablegers verhält. Immerhin ist auffällig das auf der aktuellen Kandidaturliste keine Parteizugehörigkeiten mehr angegeben und die Bürgerschaftsabgeordnete Linda Heitmann nicht mit zu den SP-Wahlen kandidiert.

Ebenfalls auffällig ist der Weggang des kritischen Grünen-Mitglieds Christopher Stark von CampusGrün zum "Regenbogen", für den er sowohl im akademischen Senat als auch zu den Stupa-Wahlen antritt. Stark war zuletzt mit einer erfolglosen Kandidatur zum Landesvorstand der Grünen gegen Anjes Tjarks und der Forderung nach einer Entschuldigung der Parteispitze bei der Basis aufgegallen.


Betr: taz-Artikel: Hochschulpolitik der Linken

Viele Flyer, keine Konzepte und wenig aktive Hochschulpolitik. Das ist auch in Hamburg die Einschätzung die die Linke.SDS auf dem Campus hinterläßt. An aktuellen hochschulpolitischen Themen scheint man genau so wenig interessiert, wie am Besuch von SP-Sitzungen. Stattdessen veranstaltet man "Kiffen mit Marx" und andere Lesezirkel der Mutterpartei in der bundesweiten Corporate Identity.
So spart die Linke wenigstens die Raummiete. Laut taz folgt dieses Gebaren einem SDS-Bundestrend, wie Alina Fichter in einem
ausnahmsweise wirklich anständig ausformulierten und recherchierten Artikel das Phänomen Linke.SDS aufzeigt.
Derweil kann die junge welt von erheblichen Steinen die den SDS-Plagiatoren in den Weg gelegt wurden zu berichten: Link.
Für Hamburg müssen sich die Uni-Funktionäre die Frage stellen wie sehr man sich über das Jahr ausserhalb der HWP verankern konnte. Und was passiert ,wenn die Mutterpartei aus Mangel an Bürgerschaftswahlen kein Geld, keinen Oskar und keine Schützenhilfe aus Moskau
Berlin schickt.

Soviel zur einleitenden Polemik, auf zum Artikel:

Der SDS als PR-Gag


Seit eineinhalb Jahren tritt die Hochschulgruppe "Die Linke.SDS" mit dem berühmten Kürzel des 68er SDS auf. Sie macht keine Unipolitik, sondern soll die Linke-Wählerschaft verjüngen. VON ALINA FICHTER

Von Revolutionen träumt hier keiner: Studenten an der Humboldt-Uni. Es ist der erste Paukenschlag der Hochschulrevolte in Deutschland. Über Nacht versammeln sich 3.000 aufgebrachte Studierende, protestieren gegen Zwangsexmatrikulationen, liefern sich zehn Stunden hitziger Diskussionen. Rudi Dutschke tut sich zum ersten Mal vor großem Publikum hervor - als charismatischer Spontanredner, der den Nerv einer ganzen Generation trifft. Und als Wortgeber des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), der zur treibenden Kraft der 68er-Bewegung wird. Sechsundzwanzig Jahre alt war der Mann mit dem Seitenscheitel bei seinem ersten großen Teach-in. Und damit ein Jahr jünger als Luigi Wolf, der so etwas wie sein Nachfolger ist. Er ist Geschäftsführer des Hochschulverbands Die Linke.SDS, der am 5. Mai 2007 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Am 189. Geburtstag von Karl Marx schlossen sich 34 unabhängige linke Hochschulgruppen zusammen, darunter WASG-Mitglieder, aber auch Trotzkisten und Radikaldemokraten. In manchen Bundesländern beobachtet der Verfassungsschutz die Hochschulvereinigung aus Furcht vor extremistischen Tendenzen. Das Kürzel SDS, das die Truppe als Name wählte, steht zwar diesmal für "Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband". Die Verwechslungsgefahr mit dem alten SDS ist aber gewollt. Luigi Wolf findet, dass der neue SDS und seine erste Konferenz vor ein paar Monaten "ein Riesenerfolg sind". Seit der Gründung der Linken.SDS seien deutschlandweit bereits 60 Hochschulgruppen entstanden. Andere Linke finden eher, es rieche nach dem Muff von 40 Jahren. "Es ist doch das blödeste und bornierteste, was man machen kann, sich heute auf den SDS zu berufen", sagt der grüne Europapolitiker und Alt-SDSler Daniel Cohn-Bendit. Das verhindere zwangsläufig, eine eigene Perspektive zu den heutigen Gegebenheiten zu entwickeln - die sowieso nicht mit der Vergangenheit vergleichbar seien. Cohn-Bendit: "Forget it! 1968 ist vorbei und hat allen revolutionären Mythen ein Ende gesetzt." Das findet auch Klemens Himpele, ehemaliger Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren, langjähriger Juso-Vorstand und Linksparteimitglied. Er ist zwar froh, dass es die Linke.SDS gibt und schrieb sogar an dessen Satzung mit. "Aber es ist nostalgisch, als Hochschulgruppe einer längst begrabenen Bewegung hinterherzuhecheln." Mit dem heimlichen Traum von einer neuen Revolte werde die Lebenswirklichkeit der Studierenden verkannt. "Heute müssen selbst gut ausgebildete Hochschulabsolventen um einen Job bangen", so Himpele. Zudem müssen angehende Akademiker durch die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse schnell und berufsorientiert studieren: Enge und verschulte Stundenpläne, Studiengebühren, Nebenjobs, um den Lebensunterhalt bezahlen zu können - da bleibt nicht viel Zeit für "die letzte Schlacht", die der SDS zu kämpfen und zu gewinnen meint. "Die großen Forderungen laufen daher zwangsweise ins Leere", so Himpele. Umso wichtiger sei es, aktuelle hochschulpolitische Themen anzupacken, um die Bedingungen für die Studierenden zu verbessern. Sozialverträgliche Studienfinanzierung, Durchlässigkeit des Bildungssystems, Verwendung der Studiengebühren - drängende Themen gibt es genug. "Die Linke.SDS hat es aber versäumt, sich damit auseinanderzusetzen", kritisiert Himpele. "Bisher hat sie einer medienwirksamen Eventkultur den Vorrang gegeben". Tatsächlich standen in den vergangenen eineinhalb Jahren seit der Gründung für die Linke.SDS zunächst die G-8-Proteste auf dem Programm, dann eine Venezuela-Reise zum sozialistischen Vorbild Hugo Chávez und schließlich der 68er-Kongress. Klemens Himpele ist der Einzige, der regelmäßig Kommentare zu hochschulpolitischen Themen auf der Homepage der Linken.SDS verfasst - obwohl er sein Studentenleben längst hinter sich gelassen hat. Statt sich hochschulpolitische Kompetenzen anzueignen, knüpfen Luigi Wolf und Co. auch mit der neuesten Aktion - den bundesweiten Marx-Lesekreisen - an die Tradition des Vorbilds an: Der alte SDS war 1961 von seiner Mutterpartei, der SPD, unter anderem deshalb ausgeschlossen worden, weil dessen Orientierung den Sozialdemokraten zu stark marxistisch geprägt war. Auch damals gab es Zirkel, die Marx studierten. Mit den kapitalismuskritischen Lesekreisen will die Linke.SDS nun den ersten Schritt tun, die letzte Schlacht zu gewinnen: "Die Bankenkrise hat schließlich gezeigt, dass der Kapitalismus das falsche System ist. Wir müssen ihn überwinden", sagt Luigi Wolf. Die Resonanz ist beachtlich, sicherlich auch dank des Börsencrashs: 2.000 junge Leute besuchten die Auftaktveranstaltungen, bei denen es wieder Frank Deppe und andere Alt-68er sind, die dabei helfen sollen, die Lektüre zu verstehen. Jüngere Profs schütteln den Kopf: "So ein Quatsch, der Kapitalismus ist doch wegen einer solchen Krise noch längst nicht überholt", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Volker Nitsch von der FU Berlin. Auch Anja Gadow war bei der Linken.SDS, bis sie vor kurzem in den Vorstand des Freien Zusammenschlusses der Studierendenschaft (fzs) gewählt wurde. Jetzt fehlt die Zeit. Trotzdem beobachtet sie die Entwicklung der Gruppe mit großem Interesse. Marx lesen findet sie nicht schlecht, "aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem Vorstand des SDS an solchen Aktionen viel mehr liegt als an Hochschulpolitik", sagt sie. "Das ist wohl auch der Grund, aus dem er im fzs kaum präsent ist." Sie hofft, dass sich die Zusammenarbeit durch den neuen Vorstand verbessert, den die Linke.SDS Anfang Dezember wählt. Und dass er sich stärker dafür einsetzt, dass die Gruppe in den hochschulpolitischen Strukturen Fuß fasst. Die Linke.SDS wurde seit ihrer Gründung vor eineinhalb Jahren in 16 Studierendenparlamente gewählt, in Frankfurt an der Oder erhielt sie sogar 22 Prozent der Stimmen. In anderen Hochschulgruppen wird gemunkelt, ein Grund für den Erfolg sei, dass die Linke.SDS finanziell großzügig von der Mutterpartei unterstützt wird: 100.000 Euro bekommt der Hochschulverband jedes Jahr, um an den Unis Fuß zu fassen. "Bei uns ist es deutlich weniger", sagt Martin Timpe, Bundesgeschäftsführer der Juso-Hochschulgruppen. Von der Finanzspritze konnte die Linke.SDS allein für die Hamburger Asta-Wahlen diesen April 14.000 Flyer und ein gutes Dutzend Plakate drucken. Und bei einer Wahlbeteiligung von durchschnittlich 10 bis 15 Prozent ist die Mobilisierung von Nichtwählern schon die halbe Miete. Das Kalkül der Mutterpartei ist klar. An den Unis soll die Werbetrommel für sie gerührt werden: "Wir machen auf dem Campus indirekt Wahlkampf für Die Linke", sagte Serdar Damar von der Linken.SDS in Frankfurt am Main dem Spiegel. Während des hessischen Wahlkampfs Anfang dieses Jahres warb Oskar Lafontaine sogar persönlich an den Unis von Gießen und Frankfurt um die Stimmen der Studierenden. Kein Wunder, die Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen ist in der Linken unterrepräsentiert, die Partei setzt sich aus Alt-Gewerkschaftern und Mitgliedern der DDR-Kader zusammen. Auch die Wählerschaft ist größtenteils jenseits der 40. Wenn die Kritiker der Linken.SDS recht behalten und die Hochschulgruppe es nicht schafft, sich nachhaltig an den Universitäten zu etablieren, weil sie vor lauter Events zu wenig auf die Interessen der Studierenden eingeht, dürfte die Linke den Geldhahn zudrehen. Dann könnte die Linke.SDS ein letztes Mal ihrem großen Vorbild folgen: Dutschkes SDS zerfiel 1970 in eine Reihe bedeutungsloser Splittergruppen.

Feminismus: Ja oder Nein?


Frauenreferat Ja oder Nein?

Feminismus als Schlagwort ist wieder öfter zu hören. Doch auch die Rede von
Gleichstellungspolitik und Managing Diversity erfreut sich größerer Bedeutung.
Auf dieser Veranstaltung soll diskutiert werden, was Feminismus heißen kann und soll und welche Strukturen für eine feministische Praxis gebraucht werden.
Ausgangspunkt der Diskussion wird die Abschaffung des Frauenreferats an der
Hamburger Universität sein.

Auf dem Podium diskutieren:
Nicole Meyer (Studentin)
Dagmar Filter (Koordinationsstelle Gender und Queer Studies)
Prof. Dr. Christa Randzio-Plath (Landesfrauenrat HH)
Gun Rüttgers (Gleichstellungsbeauftragte des AStAs)
Benjamin Gildemeister (AStA-Vorstand)
Moderation: Katrin Jäger (Journalistin)

GHG

Freitag, 5. Dezember 2008

RCDS

Der Uni-Panther wurde (natürlich anonym und über die Privacy-Box) gefragt: "Sag mal, bist du eigentlich beim RCDS, oder warum verschweigst du diese Trümmertruppe?"

Der Uni-Panther ist selbstverständlich nicht beim RCDS, die sind ihm zu "weltoffen-patriotisch".
Und der RCDS wird selbstverständlich nicht verschwiegen. Es will nur etwas Weile haben, bis der Artikel fertig ist.

Und nochn Bild: Juso-Kampagne erfreut sich Beliebtheit

Nennen wir es mal: "Viel Feind, viel Ehr" oder "Wer den Spott hat.." oder so. Auf jeden Fall erfreut sich die Roy-Black-Kampagne der Jusos großer Beliebtheit und einer wie wir finden guten Rezeption.

Deswegen heute wieder aus der Kategorie "Original und Fälschung":





DIE WELT: Erneuter Boykott an der HfbK

Kunsthochschüler boykottieren erneut Studiengebühren

Hamburg (dpa/lno) - Rund die Hälfte aller zahlungspflichtigen Studenten der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK) boykottieren erneut die Studiengebühren. Betroffen seien rund 180 Hochschüler, teilten die Organisatoren des Boykotts am Freitag mit. Die Studierenden lehnten die Möglichkeit einer späteren Zahlung der Studiengebühren ab. Auch weigerten sie sich, «sich für die pure Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu verschulden». Nach Angaben der Boykotteure wenden sich Künstler und Wissenschaftler «entschieden gegen die bildungsfernen Vorstellungen der Wissenslobbyisten McKinsey und Bertelsmann-Stiftung».

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Eingeschickt: Umdenken



:-D

11. 12. Akademischer Feiertag im PI

"Rettet die Erziehungswissenschaft!": 'Dies Academicus' am Pädagogischen Institut


Termin
Zeit:
11.12.2008
Ort:
Pädagogisches Institut (PI), Uni Campus

"An diesem Tag wird der normale Lehrbetrieb an der gesamten Fakultät ruhen! Statt dessen werden sich Studierende und Lehrende in einem gemeinsamen Prozess mit den finanziellen Kürzungen am Fachbereich auseinandersetzen.

Diese sollen in einen (hochschul)politischen Kontext gestellt werden und Perspektiven für einen effektiven Widerstand sowie weitreichendere Perspektiven entwickelt werden. Gestalte den Tag mit! Beteilige dich schon im Vorfeld, indem du zu den Treffen der AG "Dies academicus" kommst!"


Gefunden beim FSR Germanistik

RCDS-Wahlflyer

Dokumentiert: Listenvorstellung am 4. Dezember

Wahl zum Studierendenparlament
Die kandidierenden Listen stellen sich vor
Die Wahl zum Studierendenparlament findet einmal im Jahr statt (im
Dezember als Briefwahl und vom 12.01. bis 16.01.2009 als Urnenwahl).
Bei der Wahl wird entschieden, wie sich das Parlament und der
Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) zusammensetzen und mit
welchen Positionen im nächsten Jahr studentische Interessenvertretung
gemacht werden soll.
Zur Wahl treten politische Listen an, die mit unterschiedlichen Konzeptionen
Interessenvertretung gestalten wollen. Auf der Wahlauftaktveranstaltung
haben alle 19 kandidierenden Listen die Möglichkeit,
ihre Programmatik zur Diskussion zu stellen und sich zu aktuellen
hochschulpolitischen Themen wie Studiengebühren,
Bachelor/Master, StiNe usw. zu äußern.
Gemeinsam wollen wir uns der Frage stellen, wie reale Verbesserungen
der Studienbedingungen tatsächlich durchgesetzt werden können.
Ihr seid alle eingeladen, Euch an der Diskussion zu beteiligen, Fragen
zu stellen und Eure Meinung zur Politik der studentischen Interessenvertretung
zu äußern.
Wir erhoffen uns eine spannende Kontroverse über die Aufgaben der
Verfassten Studierendenschaft und künftige konkrete Vorhaben der
AStA-Politik.


Listenvorstellung zur StuPa-Wahl
Donnerstag, den 4. Dezember,
18 Uhr im Hörsaal ErzWiss (Von-Melle-Park 8)
Weitere Informationen zum Studierendenparlament und zur Wahl unter www.stupa-hh.de

Eingeschickt: CampusGrün-Plakat

AStA-Pokerturnier


Mit Dank an den Einsender

Dienstag, 2. Dezember 2008

ePUSH interviewt Studenten zum Thema E-Learning

Brandaktuell: Das neue Juso-Plakat


Mit Dank an den Zusender.

Zur Kenntnisnahme:

"Hallo liebe Fachschaftsräte, liebe Aktive,

nächste Woche Mittwoch, 3.12., soll um 18Uhr im PI-Hörsaal (VMP8) ein Vernetzungstreffen aller interessierter Studierender stattfinden, die den Kampf gegen Studiengebühren noch nicht als verloren ansehen.

Die Thematik mag einigen ausgelutscht erscheinen - defacto gibt es aber (auch) neue Umstände, gegen die es sich zu protestieren lohnt: Für viele von uns sind Studiengebühren schon im Ansatz und von der Idee her unsozial, verschärft wird die Lage nun durch geplante und bereits durchgesetzte Änderungen bezüglich ihrer Verwendung. Unter anderem sollen durch diese Änderungen Studiengebühren Haushaltslöcher stopfen können und reguläre
DozentInnen-Stellen finanzieren. Studiengebühren sollen nun also tatsächlich dazu verwendet werden, einen generellen Hochschulbetrieb aufrecht zu erhalten bzw. erst zu ermöglichen.

Bitte weist die Studierenden eures Fachbereichs auf das Treffen, die Thematik und Problematik hin.

Wir wollen sowohl in diesem Semester noch aktiv werden wie auch Kräfte und Ideen fürs nächste Semester sammeln.

Es gibt immer die Möglichkeit, sich zu wehren! Es gibt immer die
Möglichkeit, Gesetze rückgängig zu machen! Es gibt immer die Möglichkeit, für Verbesserungen zu kämpfen! Niemand kann uns diese Möglichkeiten nehmen!!!

Liebe Grüße vom FSR Sozialwissenschaften"

Samstag, 29. November 2008

Demo-Video

Donnerstag, 27. November 2008

"Rennommiertes" Expertentum in der BLS


Roger Kusch hat seit seinem Branchenwechsel viel dafür getan im Gespräch zu bleiben. Angefangen hatte alles mit Gefängnismisständen und einem Bürgermeister der sich hinter ihn stellte.

Das HA 22. Februar 2006 stellt klar wer wo steht

Darauf folgte eine Zeit in der so ziemlich niemand mehr hinter ihm stehen wollte, je mehr Kusch von seinen Ansichten über die Welt kund tat. Inzwischen ist Herr Kusch nicht mehr Mitglied CDU, hat sich mit seiner eigenen Partei in der letzten Bürgeschaftswahl versucht und tingelt als lächelnde Guillotine nicht mehr in der Justizbehörde sondern durch bundesdeutsche Altersheime.

Für die Bucerius Law School Grund genug diese Kapazität der Rechtswissenschaft als "renommierten Experten" in ihre heiligen Hallen zu laden.


Anlass für die Diskussion gibt eine Gesetzesinitiative, welche die gewerbliche Beihilfe zum Suizid unter Strafe stellen soll. Der Gesetzesentwurf der Länder Saarland, Hessen und Thüringen schlägt die Einführung eines neuen Straftatbestandes vor, der die gewerbliche und organisierte Suizidbeihilfe mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedroht. Eine Bundesratsabstimmung über diesen Entwurf wurde am 03. September 2008 zunächst vertagt; das Vorhaben bleibt indes weiter hochaktuell.

Wir freuen uns daher sehr, dass wir renommierte Experten für das Streitgespräch gewinnen konnten, um über rechtliche und rechtspolitische Aspekte der Strafbarkeit organisierter Beihilfe zum Suizid zu diskutieren.



Mit Dank an die JuraListe für den sachdienlichen Hinweis

Dienstag, 25. November 2008

Ikhanipour im Interview




Danial Ilkhanipour kann entgegen der negativen Presse um ihn durchaus Position beziehen. Er gab dem Stadtsender Tide ein Interview in dem er nach Meinung des Uni-Panthers mit Vorurteilen aufräumt bevor diese in der öffentlichen Diskussion entstanden sind.

Ilkhanipour-Interview zur Bürgerschaftswahl 2008: Link

Montag, 24. November 2008

Superveranstaltung: Raketen-Moni und die Jusos bei der FES

Der UniPanther wurde auf eine wunderbare Veranstaltung der Jusos Hamburg mit der Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz aufmerksam gemacht:

Nachdem es zuletzt sportlich hoch herging, soll es bei dem letzten
Nachwuchsgespräch der Friedrich-Ebert-Stiftung um Hochschulpolitk gehen.
Am
Mittwoch, den 10. Dezember 2008Um 19.30 UhrIm Julius-Leber-Forum,Rathausmarkt 5,
20095 Hamburg.
Zu Gast istProfessorin Dr. Monika Auweter-KurtzPräsidentin der
Universität Hamburg
Von der Raumfahrtforschung kam Monika Auweter-Kurtz ins
Präsidentenamt. Seitdem ist sie Mittlerin zwischen Politik und Professoren,
zwischen Wirtschaft und Studierenden. Wir werden sie unter anderem fragen, wie
sie diesen Job als Wissenschaftsmanagerin meistert. Welchen Sinn macht eine
Exzellenzinitiative? Wird Hamburg doch noch eine Elite-Uni?

Der Text ist 1 zu 1 von der Webseite der Jusos Hamburg übernommen und wurde nicht durch sympathische Anbiederungen nachträglich durchsetzt.

Link


Per Email: Der Steuermann von Eimsbüttel


Kandidaturbogen Studierendenparlament
Kandidaturbogen Akademischer Senat

Dokumentiert: Die taz zum Start der Frauenhochschulwoche


Gleichstellung statt Feminismus

Jahrelang stand die Frauenhochschulwoche für Feminismus in Theorie und Praxis. Jetzt wendet sie sich weicheren Themen zu: etwa der Berufsberatung und familienfreundlichen Unternehmen.


Feministische Erkenntnistheorien oder dekonstruktivistische Ansätze bietet die diesjährige Frauenhochschulwoche nicht. Sie befasst sich mit individueller Karriereplanung und Fragen der Geschlechtergerechtigkeit.

Vom heutigen Montag bis zum Freitag will die Frauenhochschulwoche über Diskriminierung von Frauen aufklären und Wege zur Gleichberechtigung weisen. In diesem Jahr veranstaltet erstmalig der Asta der Uni Hamburg die Frauenhochschulwoche, um genau zu sein: die im Sommer eingeführte Gleichstellungsbeauftragte des Astas, Gun Röttgers. Angesiedelt im Sozialreferat übernahm sie die Aufgabe, frauen- und gleichstellungspolitische Fragen voranzutreiben, nachdem das über 30-jährige teilautonome Frauenreferat zuvor kurzerhand entmachtet wurde.

Als Organisatorin sprach Röttgers verschiedene universitäre Institute und entferntere Institutionen an, um "eine Mischung aus politischen, inhaltlichen und weichen Themen" zusammenzubekommen. Dazu gehören jetzt familienfreundliche Unternehmen, die sich während der Veranstaltungswoche vorstellen oder auch das so genannte "Career Center", in dem Berufsberatung angeboten und über wissenschaftliche Karrieremöglichkeiten informiert wird. Laut Röttgers sind es genau solche Veranstaltungen, die heute auf die strukturelle Benachteiligung von Frauen reagieren.

Eindeutigere Titel tauchen bei der Frage zum Männermangel in den Erziehungswissenschaften auf. Um Abhilfe zu schaffen, wird hier eine "Genderbibliothek" eingeweiht und das Forschungsprojekt "Männer und Grundschule" vorgestellt. Nur eine Diskussionsveranstaltung führt das Wort Feminismus im Mund. Bestritten wird sie unter anderem von einer Redakteurin von Missy, einem neu gegründeten Magazin für Pop und Feminismus.

"Alle Themen, die relevant sind", sagt Röttgers, habe sie abgedeckt. Woran man einen radikalen Wandel ablesen kann. Denn "Anreize schaffen" und "Perspektiven eröffnen", wie es Röttgers für diese Frauenhochschulwoche formuliert, waren in den vergangenen 13 Jahren der Frauenhochschulwoche beileibe nicht das Anliegen der studentischen Frauenpolitik. Nah an feministischen Lehrinhalten wurden gesellschaftliche Frauenbilder und Rollen thematisiert und mit den universitären Strukturen abgeglichen. Noch im Juni dieses Jahres veranstaltete das abgesetzte Frauenreferat eine queer-feministische Hochschulwoche.

Aber wie postmoderne Geschlechterverhältnisse arbeiten, interpretierte der Asta anders. Erst kürzte er das Budget des Frauenreferats und entzog ihm dann Stimm-und Schlüsselrecht. Anhand der reinen Zahlen befänden sich Frauen nicht in der Minderheit an der Uni Hamburg und somit bräuchten sie keine eigene Referentin, lautete die Begründung des Astas.

Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit heißen die Losungen, die auch Monika Bullinger vertritt. Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni Hamburg spricht heute die Grußworte. "Hier findet ein Umbruch statt und Themen der Unterschiedlichkeit stehen auf der Tagesordnung", sagt Bullinger. So sehe es bei den Nachwuchswissenschaftlerinnen und den Juniorprofessorinnen gar nicht gut aus, kommentierte sie den frauenpolitischen Handlungsbedarf.

Die Frauenhochschulwoche verabschiedet sich somit diese Woche von ihren feministischen Ursprüngen. Sie bricht auf in die neue Zeit des "Gendermainstreaming".